Mehr als 1260 Zivilisten

IS-Kalifat fordert bislang 2000 tote Gefangene

Damaskus - Die Terrormiliz IS hat in Syrien seit Ausrufung eines „Kalifats“ im vergangenen Juni rund 2000 Gefangene getötet. Mehr als 1260 der Opfer waren Zivilisten.

Unter ihnen sollen sechs Kinder und acht Frauen gewesen sein, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch. Derzeit fürchten die Menschenrechtler um das Leben von rund 200 christlichen Geiseln, die die Extremisten im Nordwesten Syriens in ihrer Gewalt haben.

Zu den Getöteten gehören mindestens fünf westliche Geiseln und zwei japanische Journalisten, die wie etliche syrische Soldaten enthauptet wurden. Den gefangenen jordanischen Piloten Muas al-Kasasba verbrannten Anhänger des Islamischen Staates (IS) bei lebendigem Leibe. Zu den Morden veröffentlichen die Extremisten Videos.

Auch im benachbarten Irak, dessen Gebiete unter IS-Kontrolle ebenfalls zum „Kalifat“ zählen, tötet die Terrormiliz regelmäßig Gefangene. Genaue Zahlen liegen nicht vor. Zuletzt enthaupteten Extremisten in der belagerten Stadt Tikrit vier Männer, weil sie Zellen zur Unterstützung der Regierungskräfte gebildet haben sollen.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Proteste in Venezuela: Über 2800 Festnahmen
Venezuela wird weiter durch Unruhen erschüttert - laut Generalstaatsanwaltschaft sollen bei den Protesten tausende Menschen verhaftet worden und über 50 Menschen ums …
Proteste in Venezuela: Über 2800 Festnahmen
Unicef: 200 Kinder auf Flucht über Mittelmeer gestorben
Rund 5500 unbegleitete Minderjährige seien seit Januar in Italien angekommen. Die Zahl der Kinder, die auf dem Weg über das Mittelmeer ihr Leben lassen mussten, ist …
Unicef: 200 Kinder auf Flucht über Mittelmeer gestorben
Nach Anschlag: Attentäter wurde aus Moschee geworfen
Schon wieder hat ein Selbstmordanschlag die Welt erschüttert: Am Montag riss ein Attentäter 22 Menschen in den Tod, darunter viele Kinder. Nun gibt es neue Details über …
Nach Anschlag: Attentäter wurde aus Moschee geworfen
Wegen Bundeswehr-Abzug: Merkel droht Erdogan bei Nato-Gipfel
Wegen der Besuchsverbote für Bundestagsabgeordnete hat Angela Merkel mit dem Abzug deutscher Soldaten vom türkischen Luftwaffenstützpunkt in Incirlik gedroht.
Wegen Bundeswehr-Abzug: Merkel droht Erdogan bei Nato-Gipfel

Kommentare