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Die britische Premierministerin Theresa May spricht am 3. Juni in London bei dem Besuch des hinduistischen Neasden-Tempels anlässlich ihrer Wahlkampftour. Foto: Dominic Lipinski

May rief Neuwahlen aus

Tory-Vorsprung vor britischer Parlamentswahl wird kleiner

Die Labour-Partei konnte vor allem mit sozialen Schwerpunkten im Wahlprogramm Menschen für sich gewinnen. Die Partei verspricht unter anderem Investitionen in das Gesundheitswesen sowie in Erziehung und Bildung. Die Tories mussten für geplante Einschnitte bei der Pflege viel Kritik einstecken.

London (dpa) - Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Großbritannien und inmitten einer neuen Terrorkrise verringert sich der Vorsprung der Konservativen Partei von Premierministerin Theresa May in den Umfragen weiter.

Nach einer veröffentlichten Erhebung für die "Mail on Sunday" liegen die Konservativen mit 40 Prozent der Stimmen nur noch einen Punkt vor der oppositionellen Labour-Partei mit 39 Prozent.

In Großbritannien wird an diesem Donnerstag ein neues Parlament gewählt. Premierministerin May hatte entgegen aller Versprechen Neuwahlen ausgerufen. Sie hofft auf eine klare Parlamentsmehrheit und damit auf mehr Rückenwind für die komplizierten Verhandlungen über den EU-Austritt. Ein weiteres Ziel ist es, die Stimmen der Brexit-Gegner im Parlament zu dämpfen.

Als May die Neuwahlen ausrief, war die Labour-Partei in einem desolaten Zustand. Sie lag zeitweise deutlich unter der 30-Prozent-Marke. Allerdings hat Labour seit Mitte Mai deutlich aufgeholt.

Eine Umfrage für den "Observer" gibt den Tories mit 43 Prozent einen Vorsprung von sechs Punkten vor der Partei von Jeremy Corbyn. Das Meinungsforschungsinstitut ComRes sieht die Konservativen dagegen noch immer mit einem klaren Vorsprung von 12 Punkten. Hier kommt die Regierungspartei auf 47 Prozent der Stimmen.

Nach dem Terroranschlag in London wollen die britischen Parteien ihren Wahlkampf erstmal aussetzen. Die Labour-Partei werde nach Absprache mit den anderen Oppositionsparteien bis zum Abend keinen Wahlkampf führen, sagte der Vorsitzende Jeremy Corbyn. Zuvor hatte die Konservative Partei von Premierministerin Theresa May eine Unterbrechung ihrer Kampagne angekündigt.

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