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Nach dem Angriff auf ein großes Militärkrankenhaus blockieren Sicherheitskräfte eine Straße in Kabul. Foto: Massoud Hossaini

Tote und Verletzte

Terrormiliz IS bekennt sich zu Angriff auf Klinik in Kabul

Kabul - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem Angriff auf ein großes Militärkrankenhaus in der afghanischen Hauptstadt Kabul bekannt.

IS-Kämpfer hätten das Krankenhaus angegriffen, teilte das IS-Sprachrohr Amak am Mittwoch in einer nur aus einem Satz bestehenden Botschaft mit.

Die Gefechte in der Klinik dauern zur Zeit noch an. Zwei Menschen sind nach Angaben der Sicherheitsbehörden bislang getötet und 25 weitere verletzt worden. In der Klinik gibt es rund 400 Betten.

Bewaffnete Männer hatten das Militärkrankenhaus im zentralen Stadtteil Wasir Akbar Khan kurz nach 9.00 Uhr (Ortszeit) angegriffen. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Daulat Wasiri, sprach von vier Angreifern. Einer habe sich am Tor in die Luft gesprengt, drei weitere seien in das Krankenhaus eingedrungen und hätten sich auf mehreren Stockwerken verschanzt. "Einer der drei wurde erschossen, aber zwei kämpfen noch", sagte Wasiri.

Die Terrormiliz IS will in Afghanistan und Pakistan eine neue "Provinz" aufbauen, diese trägt den Namen IS-Khorasan. Seine Kämpfer hatten sich lange auf die Ostprovinzen Kunar und Nangarhar beschränkt. Aber eine IS-Zelle in Kabul ist aktiver geworden. Erst im Februar hatte der IS bei einem Angriff auf das höchste Gericht des Landes mindestens 22 Menschen getötet.

dpa

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