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Bei Zusammenstößen in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol sollen mehrere Menschen getötet worden sein.

Zusammenstöße in Hafenstadt

Tote bei heftigen Kämpfen in der Ukraine

Mariupol - Bei schweren Zusammenstößen von Sicherheitskräften mit prorussischen Kräften in der südostukrainischen Großstadt Mariupol sollen mindestens zwei Menschen getötet worden sein.

Die Rede war von Schüssen und bürgerkriegsähnlichen Szenen im Zentrum der Hafenstadt mit mehr als 450.000 Einwohnern nahe der Grenze zu Russland. Mehrere gepanzerte Fahrzeuge seien aufgefahren, berichtete das örtliche Internetportal 0629.ua.com am Freitag. Barrikaden aus Reifen brannten. Das Stadtzentrum sei für den Verkehr gesperrt.

Mindestens acht Menschen seien zudem verletzt worden, berichtete 0629.ua.com unter Berufung auf Ärzte. Ein Journalist des russischen Staatssenders RT sei in den Bauch getroffen worden und in ein Krankenhaus gekommen, schrieb Chefredakteurin Margarita Simonjan bei Twitter. Der Mann habe eine Schutzweste getragen.

Machtdemonstration mitten in der Krise

Fotos: Machtdemonstration mitten in der Krise

Ein Führungsmitglied der moskautreuen „Selbstverteidigungskräfte“ sagte, zu den Auseinandersetzungen sei es nach den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Hitler-Deutschland gekommen. Eine Menschenmenge sei zu einer von Separatisten besetzten und von Sicherheitskräften belagerten Polizeistation gezogen. Daraufhin hätten die Einsatzkräfte das Feuer eröffnet. Eine unabhängige Bestätigung lag zunächst nicht vor. Die ukrainische Führung hatte vor Provokationen anlässlich des Feiertags gewarnt.

dpa

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