+
Hier wurde der Anschlag verübt.

Autobombe explodierte davor

Terroristen stürmen Hotel in Somalia - zehn Tote

Mogadischu - Vor einem Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ist am Mittwoch eine Autobombe explodiert. Danach stürmten Terroristen das Hotel.

Bei einem Anschlag der islamistischen Shebab-Miliz auf ein Hotel in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind am Mittwoch mindestens zehn Menschen getötet worden, darunter zwei Abgeordnete. Direkt nach der Explosion einer Autobombe vor dem Hotel "Ambassador" habe es einen Schusswechsel zwischen Angreifern und Sicherheitskräften gegeben, es seien auch 40 Menschen verletzt worden, verlautete aus Sicherheitskreisen und von Ärzten.

Zu dem Angriff bekannte sich die Shebab-Miliz, die immer wieder Hotels, Restaurants und andere Einrichtungen in Mogadischu ins Visier nimmt. "Der Angriff begann mit einer starken Explosion und die Mudschahedin sind in das Gebäude eingedrungen", erklärten die Rebellen. In dem Hotel "Ambassador" an einer belebten Straße im Herzen der Stadt wohnen mehrere Abgeordnete. Zwei von ihnen gehören zu den Opfern.

US-Verteidigungsministerium teilt Tötung eines Shebab-Kommandeurs mit

Das US-Verteidigungsministerium teilte derweil mit, bei einem US-Luftangriff sei vermutlich ein Shebab-Kommandeur getötet worden, der Angriffe in Kenia und Uganda geplant habe. Die Tötung von Abdullahi Haji Daud am Freitag werde zumindest kurzfristig "die Anschlagspläne durcheinander bringen", sagte der Pentagonsprecher Peter Cook. Er sei einer der wichtigsten Militärplaner der Shebab gewesen.

Die Shebab-Miliz hatte in den vergangenen Jahren in Kenia und Uganda mehrere blutige Anschläge verübt. In Somalia wurde sie durch die Regierungstruppen und die 22.000 Soldaten der Afrikanischen Union aus Mogadischu und den anderen wichtigsten Städten vertrieben, doch kontrolliert sie immer noch einige ländliche Regionen und dringt bei Angriffen immer wieder bis ins Zentrum der Hauptstadt vor.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Verfassungsschutz beobachtet Bayerns AfD-Chef Bystron nicht mehr
Nach der Wahl in den Bundestag wird der scheidende AfD-Landesvorsitzende Petr Bystron nicht mehr vom Verfassungsschutz beobachtet.
Verfassungsschutz beobachtet Bayerns AfD-Chef Bystron nicht mehr
Hariri will Libanon-Krise beruhigen
Ob es wirklich bei seinem Rücktritt bleibt, lässt der libanesische Ministerpräsident Hariri in Paris offen. Die Rückkehr in seine Heimat könnte die Krise beruhigen. …
Hariri will Libanon-Krise beruhigen
Zimbabwe: Partei setzt Präsident Robert Mugabe ab
Aus für Robert Mugabe (93). Bislang hatte Zimbabwes Präsident den Rücktritt verweigert. Nun setzt seine Partei Zanu-PF ihn ab.
Zimbabwe: Partei setzt Präsident Robert Mugabe ab
Rätsel um verschollenes U-Boot in Argentinien: Sieben Signale empfangen
An Bord sind 43 Männer und eine Frau. Verloren im Südatlantik. Seit Mittwoch wird ihr U-Boot vor der argentinischen Küste vermisst. Sieben kurze Funksignale lassen neue …
Rätsel um verschollenes U-Boot in Argentinien: Sieben Signale empfangen

Kommentare