Toter Migrant an griechisch-türkischem Grenzfluss

Athen - Am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros ist die Leiche eines rund 30 Jahre alten Mannes entdeckt worden. Vermutlich handelt es sich dabei um einen Migranten.

Wie die griechische Polizei am Mittwoch mitteilte, ist die Leiche stark verwest und vor dem Ufer auf der griechischen Seite des Flusses entdeckt worden. Nach Einschätzung der Beamten handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Migranten, der beim Versuch, den Fluss zu überqueren, ertrunken sei. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung soll die genaue Ursache des Todes ermitteln, teilte die Polizei der Grenzstadt Alexandroupoli weiter mit.

In den vergangenen zehn Tagen wurde entlang des Grenzflusses eine erhöhte Aktivität von Schleusern registriert. Die griechische Polizei griff Hunderte Migranten auf. Die Behörden vermuten, dass internationale Schleuserbanden nach Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes zunehmend versuchen, Migranten auf der Landroute nach Griechenland in die EU einzuschleusen. Die EU und die Türkei hatten im März vereinbart, dass alle Migranten, die auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis ankommen, zurück in die Türkei gebracht werden sollen. Nur wer Asyl bekommt, darf in Griechenland bleiben.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

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