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In diesem Wagen wurde die Leiche des NSU-Zeugen Florian H. gefunden.

Neue Spur

Toter NSU-Zeuge: Wer saß neben ihm im Auto?

Stuttgart - Die Befragungen im baden-württembergischen NSU-Untersuchungsausschuss zum toten Neonazi Florian H. kommen nur schleppend voran. Nun gibt es eine neue Spur.

Der junge Mann, der aus der rechten Szene ausgestiegen war und den Mörder der Polizistin Michèle Kiesewetter gekannt haben soll, war im Herbst 2013 in einem brennenden Wagen in Stuttgart gestorben. Ein Fahrlehrer erklärte am Montag, am Morgen des 16. September 2013 vor dem Brand eine rauchende Person an dem Auto gesehen zu haben. Ob es sich um Florian H. oder einen zweiten Mann handelte, konnte er aber nicht mehr definitiv sagen.

Seine Aussage vor dem Ausschuss unterscheidet sich von der, die er im September 2013 bei der Polizei gemacht haben soll. Damals hatte der Fahrlehrer laut Protokoll angegeben, keine Insassen bemerkt zu haben.

Der Ausschuss interessiert sich deshalb für die Aussage des Fahrlehrers, weil die Polizei davon ausgeht, dass Florian H. Suizid begangen hat. Die Familie bezweifelt das aber. Sie wirft den Ermittlern schlampige Arbeit vor, da sie etwa einige Gegenstände in dem ausgebrannten Wagen übersehen hätten. Gegen mindestens einen Beamten wurde bereits ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) werden neun Morde an Migranten und die Ermordung Kiesewetters 2007 in Heilbronn vorgeworfen. Der Ausschuss arbeitet die Bezüge des NSU nach Baden-Württemberg und mögliches Behördenversagen auf.

dpa

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