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Der Alt-Oberbürgermeister von Stuttgart, Manfred Rommel (Archivbild vom 08.01.2007) starb mit 84 Jahren.

Er starb 84-jährig

Trauer in Stuttgart: Ex-OB Rommel ist tot

Stuttgart - Jahrzehntelang prägte Manfred Rommel (CDU) die Politik in Stuttgart. Am Donnerstag starb der frühere Oberbürgermeister mit 84 Jahren. Die Trauer ist parteiübergreifend.

Ein Sprecher der Stadt Stuttgart bestätigte am Donnerstag Informationen der „Bild“-Zeitung und der „Stuttgarter Zeitung“. Der CDU-Politiker Rommel war von 1974 bis 1996 Oberbürgermeister in Stuttgart und während dieser Zeit auch mehrmals Präsident des Deutschen Städtetags. Rommel litt seit Mitte der 90er Jahre an der als Schüttellähmung bekannten Parkinson-Krankheit.

Rommel war der Sohn von Generalfeldmarschall und „Wüstenfuchs“ Erwin Rommel. Dieser hatte Hitler treu gedient, wurde aber kurz vor Ende des Krieges wegen angeblicher Verwicklung in das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 zum Selbstmord gezwungen. Damals war sein Sohn Manfred 15 Jahre alt.

Manfred Rommel prägte die liberale Grundhaltung in Stuttgart mit. Ihm wird vor allem eine moderne Ausländerpolitik zugeschrieben. Vor seiner Zeit als Stadtoberhaupt hatte Rommel verschiedene leitende Positionen in der baden-württembergischen Landesregierung inne. Der CDU-Politiker war auch wegen seines trockenen, schwäbischen Humors bekannt. Mit seinen Schriften, Zeitungskolumnen und 18 Büchern erreichte er ein Millionenpublikum. Der Landtag erinnerte mit einer Trauerminute an Rommel.

Vor mehr als 35 Jahren sorgte Oberbürgermeister Rommel bundesweit für Aufsehen: Damals setze er nach dem Selbstmord der RAF-Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan Carl Raspe 1977 im Gefängnis von Stuttgart-Stammheim deren Beerdigung auf dem Dornhaldenfriedhof in der Landeshauptstadt durch. Dagegen hatte es massive politische Widerstände gegeben. Rommels blieb stur und erklärte: „Am Grabe muss alle Feindschaft ein Ende haben.“

Politisch mischte der gesundheitlich schwer angeschlagene Rommel zuletzt bei der Stuttgarter Oberbürgermeisterwahl im Herbst 2012 mit, indem er für den parteilosen Kandidaten Sebastian Turner warb. Der von der CDU unterstützte Turner unterlag dann aber gegen den Grünen-Politiker Fritz Kuhn, der seit Anfang 2013 die Stadt führt.

dpa

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