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Jürgen Trittin verteidigt die Vermögensabgabe.

Trittin verteidigt Pläne

Grüne: Vermögensabgabe trifft "Superreiche"

Berlin - Vor dem Grünen-Parteitag am kommenden Wochenende hat Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin die intern umstrittenen Pläne für eine befristete Vermögensabgabe verteidigt.

„Bei Betriebsvermögen sehen wir einen Freibetrag von fünf Millionen Euro vor. Das führt dazu, dass 90 Prozent der deutschen Unternehmen die Vermögensabgabe nicht zahlen müssen“, sagte Trittin dem „Tagesspiegel am Sonntag“.

„Belastet wird das eine Prozent der Bevölkerung, dem ein Drittel des Privatvermögens in unserem Land gehört. Das sind die Superreichen, nicht der Mittelstand.“

Speziell Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte vor zu weitgehenden Ankündigungen im Wahlprogramm seiner Partei gewarnt. Betriebsvermögen dürfe nicht so besteuert werden, dass das Eigenkapital aufgezehrt werde.

Trittin sagte, die „Masse der Bevölkerung“ werde durch die Grünen-Vorschläge nicht zur Kasse gebeten. Der Spitzenkandidat der Grünen für die Bundestagswahl zeigte sich optimistisch, dass es auf dem Parteitag in Berlin eine „sehr große Mehrheit“ für den Entwurf des Wahlprogramms geben werde.

dpa

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