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Claudia Roth

Roth Spitzenkandidatin der Grünen

Augsburg - Trostpflaster für Claudia Roth: Die bayerischen Grünen ziehen mit der Parteichefin als Spitzenkandidatin in die Bundestagswahl im Herbst 2013. Die Partei hofft auf ein Rekordergebnis.

Die bayerischen Grünen hoffen auf ein Rekordergebnis bei der Bundestagswahl im Herbst 2013. Die Landesvorsitzende Theresa Schopper gab am Freitagabend bei einem Landesparteitag in Augsburg das Ziel aus, mit 15 statt bisher 10 bayerischen Abgeordneten in den Bundestag einzuziehen. Dann hätten die Grünen in Bayern auf jeden Fall ihren Teil dazu beigetragen, „dass wir Schwarz-Gelb in Berlin ablösen“, sagte Schopper.

2009 hatten die Grünen ihre 10 bayerischen Abgeordneten mit 10,8 Prozent Zweitstimmenanteil in den Bundestag entsandt - das bis dahin beste Ergebnis im Freistaat. Dieses Mal soll es mehr werden, ein Prozentziel nannte Schopper nicht. „Deutlich zweistellig“, sagte sie am Rande des Treffens.

Auf Platz eins der bayerischen Grünen-Bundestagsliste wird die Parteivorsitzende Claudia Roth stehen - damit ist sie zum vierten Mal seit 2002 bayerische Spitzenkandidatin. Roth erhielt bei 262 gültigen Stimmen 84,7 Prozent. Im November war Roths Versuch gescheitert, bundesweite Spitzenkandidatin zu werden. Ziel der Grünen ist es, sowohl in Berlin als auch in München an die Regierung zu kommen.

Erstmals für den Bundestag kandidiert der Landesvorsitzende Dieter Janecek, der auf Platz vier gewählt wurde, ebenfalls ohne Gegenkandidaten. Auf Platz zwei tritt mit dem Verkehrspolitiker Toni Hofreiter ein etablierter Bundestagsabgeordneter aus dem Stimmkreis München-Land an. In der Kampfabstimmung um Platz drei setzte sich Vizefraktionschefin Ekin Deligöz gegen ihre Herausforderin Elisabeth Scharfenberg durch.

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin erteilte in seiner Gastrede schwarz-grünen Koalitionsspekulationen eine Absage. Trittin schloss insbesondere eine Zusammenarbeit mit der CSU aus. Als Grund nannte er die Unterschiede in der Europapolitik. Die Grünen seien pro- und die CSU antieuropäisch. „Kann sich jemand vorstellen, dass eine proeuropäische Partei wie die Grünen, die mehr Europa will, mit solchen europapolitischen Blindgängern, mit einer antieuropäischen Partei wie der CSU regieren kann?“, fragte Trittin.

Er griff CSU-Politiker auch persönlich an: „Bisher kannte man blöd, blöder, Söder“, sagte der Bundestags-Spitzenkandidat.„Seit neuestem ist ein neuer Komparativ hinzugekommen: doof, doofer, Dobrindt.“

dpa

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