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Amerika hat es ihm immer noch angetan: Karl-Theodor zu Guttenberg

Berater-Job in Seehofers Team

Trotz CSU-Comeback: Guttenberg bleibt Amerika erhalten

München - Von den USA aus plant Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg eine "bescheidene Unterstützung meiner politischen Heimat". Ein Umzug nach Bayern steht vorerst nicht an.

Das CSU-Comeback von Karl-Theodor zu Guttenberg schlug medial ein wie eine kleine Bombe. Und viele Beobachter fragten sich: Kommt da mehr? Anscheinend erst einmal nicht. Sein Lebensmittelpunkt bleibe "auf absehbare Zeit in den USA", ließ Guttenberg nun in München wissen. Er lege Wert darauf, dass sein Schwerpunkt weiterhin die Leitung seiner expandierten Investment- und Consultingfirma Spitzberg Partners bleibe.

CSU-Chef Horst Seehofer berief Guttenberg nach einem "ausführlichen und sehr freundschaftlichen Gespräch" in sein Kompetenzteam für die kommenden Wahlen in Bayern. Guttenberg solle Expertise "zu geopolitischen, sicherheits- und außenpolitischen Fragen" sowie zu Fragen der Digitalisierung und neuer Technologien, einbringen.

"Glühwürmchen" und "Oberglühwurm"

In den Worten Guttenbergs klingt es so: "Dies ist der Versuch einer bescheidenen Unterstützung meiner politischen Heimat durch bestehende und gewonnene Erfahrungswerte und internationale Netzwerke." Trotz der Tiefstapelei: Die neuerliche Allianz zwischen Guttenberg und Seehofer ist bemerkenswert. Denn nach Guttenbergs Sturz durch die Plagiat-Affäre hatte Seehofer den einstigen Star sogar einmal als „Glühwürmchen“ tituliert - Seehofers Formulierung für gescheiterte Hoffnungsträger, die nach raschem Aufstieg ins Rampenlicht rasch wieder in der Versenkung verschwinden. Guttenberg hatte das offensichtlich übel genommen und Seehofer seinerseits Anfang 2014 in die Kategorie „Oberglühwurm“ eingeordnet. Von Glühwürmern jeder Art ist nun aber keine Rede mehr.

dpa/mb

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