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Nächtliche Luftangriffe auf Gebäude der Hamas (Archivbild).

Zuvor Beschuss aus dem Gazastreifen

Trotz mutmaßlicher Feuerpause: Israel fliegt Luftangriffe gegen Hamas

Trotz der nach Angaben der Hamas vereinbarten Feuerpause hat die israelische Luftwaffe erneut Ziele der radikalislamischen Palästinenserorganisation im Gazastreifen bombardiert.

Tel Aviv/Gaza - Mehrere Einrichtungen der Hamas seien in der Nacht zu Sonntag in Gaza angegriffen worden, teilte die Armee mit. Unter den Zielen befand sich demnach ein Gebäude, in dem die Nationalbibliothek des Küstenstreifens untergebracht war und das die Hamas zugleich als "Übungszentrum" genutzt habe.

Zuvor sei der Süden Israels erneut aus dem Gazastreifen beschossen werden, begründete die Armee die Angriffe. Eines der vier Geschosse habe die israelische Luftabwehr in der Nacht zu Sonntag abgefangen.

Am Samstagabend hatte sich die Hamas nach eigenen Angaben auf eine von Ägypten vermittelte Feuerpause mit Israel geeinigt. Ein Sprecher der israelischen Armee sagte dazu lediglich, das weitere Vorgehen der Armee hänge von der Lage vor Ort ab.

Zuvor war der Konflikt zwischen Israel und der Hamas nach monatelangen Spannungen eskaliert. Als Reaktion auf Raketen- und Granatenangriffe aus dem Gazastreifen, bei denen drei Israelis verletzt wurden, startete die israelische Armee am Samstag die schwerste Offensive in dem Palästinensergebiet seit dem Gaza-Krieg 2014. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben zwei Jugendliche getötet.

Lesen Sie auch: Heftiger Schlagabtausch zwischen Israel und Hamas

AFP

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