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Die Fahne des Kosovo bei einer Feier in Pristina. Nun wollen sich die Kosovo-Albaner eine eigene Armee geben.

Neuer Streitpunkt mit Serbien?

Trotz Nato-Warnung: Kosovo bereitet eigene Armee vor

Pristina - Das seit neun Jahren unabhängige Kosovo bereitet weiter die Aufstellung einer Armee vor, obwohl sich die NATO sowie die EU und die USA heftig dagegen wehren. Die Truppe solle 8000 Soldaten umfassen, berichtete die Zeitung "Zeri" in Pristina.

Dafür sei ein Budget von 51 Millionen Euro vorgesehen, das jährlich um fünf Millionen Euro steigen solle. Zuvor hatte Staatspräsident Hashim Thaci angekündigt, 110 der 120 Abgeordneten im Parlament würden für die neue Armee stimmen.

Obwohl die NATO seit Jahren die Vorläufer der Armee mit Waffen und Ausbildung unterstützt, hatte sie ebenso wie die EU und Washington zum aktuellen Zeitpunkt von einem offiziellen Startschuss abgeraten. Das würde die ohnehin äußerst angespannte Situation mit dem Nachbarn Serbien zusätzlich belasten, hieß es zur Begründung.

Das fast nur noch von Albanern bewohnte Kosovo ist inzwischen von über 110 Staaten anerkannt. Serbien will aber seine frühere Provinz wieder zurückhaben. Im Kosovo lebt noch eine kleine serbische Minderheit.

dpa

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