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Petr Bystron.

AfD ohne Bedenken

Trotz Verfassungsschutz-Beobachtung: Bystron behält Listenplatz

Greding - Trotz seiner Beobachtung durch den Verfassungsschutz behält Bayerns AfD-Landeschef Petr Bystron seinen vierten Platz auf der AfD-Landesliste für die Bundestagswahl.

Ein Antrag mehrerer Parteimitglieder, die Abstimmung deshalb zu wiederholen, wurde am Samstag auf dem Listenparteitag im mittelfränkischen Greding (Landkreis Roth) zurückgewiesen. Eine große Mehrheit stimmte dafür, sich mit dem Antrag gar nicht formal zu befassen.

Der Verfassungsschutz hatte die Beobachtung Bystrons mit Sympathie-Bekundungen des AfD-Chefs für die rechtsextremistische „Identitäre Bewegung“ (IB) begründet. Bystron versuchte kurz vor dem Parteitag, seinen Kontrahenten den Wind aus den Segeln nehmen und so seinen Listenplatz zu sichern. In einer parteiinternen Rundmail schrieb er: „Wir haben als Partei keine Berührungspunkte mit der IB.“ Gleichwohl habe er einmal einen Begriff benutzt, der sich zu „missverständlichen Deutungen“ eigne: als er von der IB als „Vorfeldorganisation“ der AfD gesprochen habe. „Ich bedauere es sehr, dass ich durch die zweideutig auslegbare Äußerung überhaupt Anlass für falsche Interpretationen geliefert habe. Diesen Fehler werde ich nicht wiederholen“, schrieb Bystron. Die Mail liegt der dpa vor.

Lesen Sie auch: Die dubiosen Kontakte von AfD-Landeschef Petr Bystron

In dem Antrag gegen Bystron hatte es geheißen: „Die Partei gerät durch diese neue Entwicklung rund um ihren Landesvorsitzenden in die bedrohliche Situation, selbst vom Verfassungsschutz beobachtet zu werden.“ Bystron hatte in seiner Mail unter Hinweis auf den Landeswahlleiter auch argumentiert, dann müssten wohl auch die bereits besetzten Listenplätze 5 bis 9 neu gewählt werden. „Wir würden uns damit dem Risiko aussetzen, die Liste in dem vorgegebenen Zeitrahmen gar nicht mehr abzuschließen“, warnte er.

dpa

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