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Der Riss zwischen Donald Trump und der Parteiführung der US-Republikaner scheint sich zu vertiefen.

Kandidat vs. Partei: Riss wird immer tiefer 

Trump an Republikaner: Lasst es mich notfalls alleine machen

Atlanta - Der Riss zwischen Donald Trump und der Parteiführung der US-Republikaner scheint sich zu vertiefen. Der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Partei drohte offen, seinen Wahlkampf notfalls alleine weiterzuführen.

In Atlanta sagte Trump: "Unsere Republikaner müssen zusammenhalten, sonst lasst es mich einfach auf eigene Faust machen. Ich werde das sehr gut machen. Ok?" Viele Leute dächten, dass es eh besser wäre, wenn er alleine weitermachen würde.

Trump führte nicht aus, wie genau er sich einen Weg als Solist vorstellen würde. Ein Präsidentschaftswahlkampf ist ohne die Logistik, Finanzen und Erfahrungen einer Partei kaum erfolgreich zu organisieren.

Trump sagte, die Führer der Partei seien schwach. Er sagte, sie sollten sich zurückhalten. "Seid einfach still", sagte er. "Hört auf zu reden."

Viele Republikaner sehen mit wachsender Sorge das schlechte Abschneiden Trumps in Umfragen. Sie kritisieren aktuelle Äußerungen des politischen Quereinsteigers auch nach dem Anschlag von Orlando als spalterisch, diskriminierend und konträr zu ihren Werten.

Ende Juli entscheidet ein Parteitag in Cleveland endgültig über die Präsidentschaftskandidatur.

dpa

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