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Friedemann Diederichs.

Trump attackiert die Kanzlerin

Kommentar: Angela Clinton?

München - Hinkende Vergleiche und Falschaussagen prägen den Wahlkampf von Donald Trump. Als abschreckendes Beispiel für US-Wähler muss Angela Merkel herhalten.

Freunde werden Donald Trump und Angela Merkel gewiss nicht mehr. Wieder einmal hat der Republikaner die Bundeskanzlerin aufgrund ihrer Willkommens-Politik für Flüchtlinge als abschreckendes Beispiel präsentiert – und die US-Bürger gewarnt, Hillary Clinton würde eine zweite Merkel sein. Indizien dafür, dass die Demokratin Millionen Migranten ohne Sicherheits-Überprüfung ins Land lassen würde, gibt es jedoch nicht. Clinton würde wohl eher die restriktive Asylpolitik von Barack Obama fortsetzen, die weit hinter den Aufnahmezahlen der EU zurück bleibt.

Damit ist auch klar, dass Donald Trump seinen Wahlkampf der Phrasen, hinkenden Vergleiche und Falschaussagen unverdrossen fortsetzt. So wie seine in einer außenpolitischen Grundsatzrede getroffene Aussage, er würde nun doch mit der zuvor von ihm scharf kritisierten Nato kooperieren, weil diese sich nach seinen Aussagen richte und endlich „angemessen“ Terrorbekämpfung betreiben werde. Natürlich widmete sich die Nato schon vor dem Trump-Phänomen der Terror-Herausforderung – doch das stört den New Yorker nicht, der weiter ahnungslos durch die Weltpolitik irrlichtert. 

Die Front gegen Trump nimmt zu

Dass ihn am Montag das konservative „Wall Street Journal“ aufforderte, sich endlich wie ein potenzieller Präsident zu verhalten oder spätestens Anfang September als Spitzenkandidat zurückzutreten, ist ein Hoffnungsschimmer: Die Front in den USA nimmt von Tag zu Tag zu.

Friedemann Diederichs

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