+
Trump-Berater Peter Navarro hat sich in der Wortwahl vergriffen.

Böse Beleidigung für Justin Trudeau

Trump-Berater wünscht Kanadas Premier „ Platz in der Hölle“ - Jetzt rudert er zurück

Nach dem G7-Gipfel hatte Peter Navarro, Handelsberater von US-Präsident Trump, dem kanadischen Premierministers schwer beleidigt. Jetzt hat er sich dafür entschuldigt.

US-Präsident Donald Trumps Handelsberater Peter Navarro hat sich dafür entschuldigt, Kanadas Premierminister Justin Trudeau einen „besonderen Platz in der Hölle“ gewünscht zu haben. „Ich habe mich in einer Weise ausgedrückt, die unangemessen war“, sagte Navarro am Dienstag bei einer Konferenz des „Wall Street Journals“. „Das bin ich schuldig, das war mein Fehler, das waren meine Worte.“

Lesen Sie auch: Trump erklärt weltberühmtes G7-Foto: Alles sei ganz anders gewesen

Navarro hatte nach dem G7-Gipfel in Kanada gesagt: „Es gibt in der Hölle einen besonderen Platz für jeden ausländischen Regierungschef, der in böser Absicht Diplomatie mit Präsident Donald J. Trump betreibt und dann versucht, ihm ein Messer in den Rücken zu rammen, wenn er zur Tür hinausgeht.“

Trump hatte nach dem Ende des G7-Gipfels seine Zustimmung zur Abschlusserklärung zurückgezogen und Trudeau dafür die Schuld gegeben. Dieser hatte die US-Regierung in einer Pressekonferenz für die Strafzölle gegen die EU und Kanada kritisiert.

Navarro sagte am Dienstag, er habe vor dem Nordkorea-Gipfel Trumps eine unmissverständliche Botschaft senden wollen. Der Berater hatte am Sonntag im Sender Fox nahegelegt, seine Wortwahl komme direkt vom Weißen Haus. Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow hatte ganz ähnliche Worte benutzt.

Auch interessant: Trump feiert sich für Gipfel mit Nordkorea - doch der einzig wahre Sieger könnte Kim sein

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Brüssel verklagt Ungarn wegen Asylpolitik
Ungarn und die EU-Kommission liegen seit Jahren im Streit über die europäische Migrationspolitik. Trotz mehrfacher Kritik aus Brüssel lenkt Budapest nicht ein. Nun geht …
Brüssel verklagt Ungarn wegen Asylpolitik
Punktsieg Puigdemonts: Spanien verzichtet auf Auslieferung
Spanien will Puidgemont nun doch nicht haben. Die Justiz in Madrid verzichtet auf die Auslieferung des katalanischen Separatistenchefs. Die Sache ist für Deutschland …
Punktsieg Puigdemonts: Spanien verzichtet auf Auslieferung
Merkel löst Wahlkampf-Versprechen ein - und geht aufs Land
Kuhstall auf dem Land statt weltpolitisches Parkett. Kanzlerin Merkel löst bei Bürgern Versprechen aus dem Wahlkampf ein - und versucht, die nervenzehrenden Streitereien …
Merkel löst Wahlkampf-Versprechen ein - und geht aufs Land
Israel verabschiedet umstrittenes "Nationalitätsgesetz"
Die Kontroverse um das israelische "Nationalitätsgesetz" tobt schon seit Jahren. Jetzt wird eine abgeschwächte Version verabschiedet. Die arabische Minderheit spricht …
Israel verabschiedet umstrittenes "Nationalitätsgesetz"

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.