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Präsident Trump bei der mit Spannung erwarteten Besichtigung im US-Bundesstaat Kalifornien.

An der Grenze zu Mexiko

Folgen nun Taten? Trump besichtigt Mauer-Prototypen in Kalifornien

US-Präsident Donald Trump hat zum ersten Mal Prototypen der Mauer besucht, die er an der Grenze zu Mexiko errichten lassen will.

San Diego - Trump ließ sich am Dienstag von Grenzschützern und Offiziellen die acht Modelle zeigen, die in der Nähe von San Diego stehen. „An die Gegner der Mauer: Wenn man kein Mauersystem hat, hat man kein Land“, sagte Trump.

Eine Mauer müsse auf jeden Fall durchsichtig sein, damit die Grenzschützer sehen könnten, was auf der anderen Seite geschehe, sagte Trump, und sie müsse auf alle Fälle hoch genug sein. Die Prototypen sind zwischen 5,50 und 9,10 Metern hoch. „Phantastisch“, sagte Trump mit Blick auf die Modelle.

Auf beiden Seiten der Grenze kam es zu Protesten. Menschen hatten Schilder mit Aufschriften wie „Baut Brücken, keine Mauern“ bei sich.

Trump sieht wirksames Mittel gegen Drogenhandel

Trump kam zum ersten Mal als Präsident nach Kalifornien. Eine Mauer zu Mexiko war für ihn schon im Wahlkampf eines der wichtigsten Themen. Er sieht darin ein wirksames Mittel gegen illegale Einwanderung und Drogenhandel. „Mexiko hat eine Menge Probleme, unter anderem die Drogenkartelle“, sagte Trump am Dienstag.

„Der Bundesstaat Kalifornien bittet uns darum, in bestimmten Gegenden eine Mauer zu bauen“, sagte Trump vor Ort. „Sie sagen Ihnen das nur nicht.“ Dass es eine solche Bitte des liberalen Kalifornien gibt, wäre neu.

Bereits über 1000 Kilometer mit Zäunen gesichert

Wo eine Mauer letztlich gebaut würde, steht noch nicht fest. Die Grenze zwischen Mexiko und den USA ist 3144 Kilometer lang. Rund 1130 Kilometer sind bereits mit Zäunen und Absperrungen gesichert.

Trump stattete in Kalifornien auch dem Militär einen Besuch ab. Anschließend wollte er an Spendenveranstaltungen teilnehmen.

Trump hat als Präsident bislang einen großen Bogen um Kalifornien gemacht, die liberale Hochburg der USA. Auch im Wahlkampf mied er den bevölkerungsreichsten Bundesstaat weitestgehend.

Mit einer brisanten Personalentscheidung hatte Trump am Dienstag für Furore gesorgt.

dpa

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