Wirbel um Atomkoffer

Trump in Sorge: Ex-Präsident blieb während Inauguration still - Muss er neues Luxus-Anwesen schon wieder räumen?

Am Tag seines Abschieds blieb es erstaunlich ruhig um Donald Trump, der sich in Florida aufhält. Nun wird spekuliert, dass er dort womöglich nur drei Wochen lang wohnen darf.

  • Donald Trumps Amtszeit als US-Präsident ist seit dem 20. Januar 2021 um 12 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ) beendet.
  • Der feierlichen Amtseinführung Joe Bidens blieb Donald Trump fern - und führt offenbar stattdessen Telefonat (Update vom 21. Januar, 19.20 Uhr).
  • Nun tun sich Probleme mit seinem neuen Wohnsitz Mar-a-Lago auf. (Update vom 22. Januar, 16.20 Uhr).
  • Dieser News-Ticker ist beendet.

Update vom 23. Januar, 11.45 Uhr: Dieser News-Ticker ist beendet. Aktuelle Informationen finden Sie in unserem neuen News-Ticker.

Update vom 22. Januar, 16.20 Uhr: Für Trump scheint es nach dem Ende seiner Amtszeit nicht besonders gut auszusehen. In seinem neuen Wohnsitz, die Luxus-Anlage Mar-a-Lago darf er laut Bild rechtlich gesehen nur drei Wochen pro Jahr wohnen. Bisher hatte Trump das Resort nämlich als Club geführt, um Steuern zu sparen. Dass Mar-a-Lago nicht sein Wohnsitz ist, hat er den Behörden 1993 vertraglich versichert. Nun sollen sich die Nachbarn beschwert haben, ein Anwalt soll dem Bürgermeister per Brief vorgeschlagen haben, dass sich Trump einen anderen Wohnsitz sucht.

Auch finanziell sieht es für den Ex-Präsidenten nicht besonders rosig aus. Durch die Corona-Pandemie schrumpfen die Einkünfte aus seinen Unternehmen um fast 38 Prozent, wie etwa die New York Times berichtet. Bloomberg berechnet Trumps Gesamtvermögen nur noch auf 2,5 Milliarden Dollar. Im Vergleich zu vor dem Amtsantritt sind das 500 Millionen Euro weniger.

Trump informiert sich im Hintergrund über Impeachment-Folgen

Update vom 21. Januar, 19.20 Uhr: Sogar über den maximalen Affront, eine Gegenveranstaltung zur Inauguration von Joe Biden, war spekuliert worden - letztlich blieb es am Tag seines Abgangs aus dem Weißen Haus erstaunlich still um Donald Trump. So still, dass sich die Frage aufdrängte, was der abgewählte Ex-Präsident eigentlich während der historischen Stunden in seinem Domizil in Florida tat.

Die Antwort will nun das Portal The Daily Beast in Erfahrung gebracht haben: Angeblich verbrachte Trump den Tag mit Telefonaten - um herauszufinden, wie groß die Gefahr durch das weiterhin laufende Amtsenthebungsverfahren für ihn ist. Der Ex-Präsident habe sich zum einen erkundigt, wie viele Mitglieder der Republikaner im Senat gegen ihn stimmen könnten. Zum anderen habe er sich nach möglichen Rechtsbeiständen erkundigt. Das will die die Webseite aus zwei Quellen erfahren haben.

Des Amtes enthoben werden kann Trump angesichts des bereits vollzogenen Machtübergangs an Biden zwar nicht mehr. Allerdings hätte ein Impeachment potenziell große Auswirkungen auf die weiteren politischen Karrierepläne des Republikaners: Sollte es im Senat wider Erwarten eine Zwei-Drittel-Mehrheit zu Ungunsten Trumps geben, bliebe dem Republikaner eine hypothetische zweite Amtszeit im Weißen Haus verwehrt. Das Repräsentantenhaus hat bereits grünes Licht für das Verfahren gegeben.

Seinen ersten kompletten Tag als Ex-Präsident hat Trump derweil mit einer Runde Golf begonnen: Der 74-jährige wurde von Fotojournalisten des Nachrichtensenders CNN am Donnerstag auf dem Rasen seines Golfclubs in Florida gesichtet. Er war auch während seiner Amtszeit vor allem an den Wochenenden regelmäßig golfen gegangen. Unterdessen scheint auch klar, dass es sich Trump nach dem Sturm auf das Kapitol nicht nur mit einem großen Teil seiner Parteifreunde verscherzt hat - sondern auch mit seinen Unterstützern aus dem rechtsextremen Milieu*.

Trumps Ära beendet: Pence äußert sich auf Twitter

Update vom 21. Januar, 15.14 Uhr: Der ehemalige Vizepräsident Mike Pence hat sich auf Twitter geäußert. „Ich danke euch für das Privileg, in den letzten vier Jahren als euer Vizepräsident gedient zu haben, es war die Größte Ehre meines Lebens“, schrieb Pence auf seinem Twitter-Account. „Im Namen meiner wundervollen Second Lady, Karen Pence, und unserer gesamten Familie, Danke und Gott schütze Amerika.“ Dazu hat Pence einige Fotos aus seiner Zeit im Amt gestellt.

Auffällig an den Schlussworten des ehemaligen Vizepräsidenten ist vor allem, dass er Donald Trump nicht mit einem Wort erwähnt. Pence hatte sich schon in den vergangenen Tagen immer mehr von Trump gelöst. Dieser Tweet dürfte nun als Bekräftigung der Distanz zwischen ihm und dem ehemaligen US-Präsidenten gelten.

Update vom 21. Januar, 7.12 Uhr: Für Donald Trump war es kein schöner Mittwochabend - zumindest, was sein politisches Vermächtnis angeht. Schon nach kurzer Zeit im Amt revidierte sein Nachfolger Joe Biden die ersten Herzensprojekte von Trump. Unter anderem entzog Biden die Finanzierungsgrundlage für den Bau der Mauer zu Mexiko, stoppte den Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation, leitete die Rückkehr zum Klimaabkommen von Paris ein und hob das Einreiseverbot für Menschen aus mehreren überwiegend muslimisch geprägten Ländern auf.

Trump war am Mittwoch nicht bei der Vereidigung von Joe Biden dabei. Stattdessen flog er in sein Anwesen Mar-a-Lago (siehe Update vom 20. Januar, 17.15 Uhr). Dass am Abend (Ortszeit) in Washington, D.C. ein Star-Aufgebot die Amtsübernahme von Joe Biden feierte, dürfte ihn umso mehr geärgert haben. Vor vier Jahren hagelte es aus der Musik- und Filmbranche immer wieder Absagen. Biden hingegen durfte unter anderem den Stimmen von Lady Gaga, Katy Perry, Justin Timberlake oder John Legend lauschen.

Donald Trump hinterlässt seinem Nachfolger Joe Biden einen Brief - Was steht drin?

Update vom 20. Januar, 23.45 Uhr: US-Präsident Joe Biden teilte den US-Medien mit, Donald Trump habe ihm einen „sehr großzügigen Brief“ hinterlassen. Es ist Tradition, dass der scheidende US-Präsident für seinen Nachfolger einen Brief ihm Weißen Haus hinterlässt. An diese hat sich Trump gehalten, auch wenn er nicht an der Amtseinführung Bidens teilnahm und sich nun in Florida befindet. Über den Inhalt des Briefs machte Joe Biden, am sogenannten Resolute Desk im Büro des US-Präsidenten sitzend, keine Angaben: „Weil es privat war, werde ich nicht darüber reden, bis ich mit ihm rede.“

Melania Trumps Zeit als First Lady ist vorbei - Sie landet in Florida in einem bunten Outfit und einem Lächeln

Update vom 20. Januar, 21.30 Uhr: Mit Donald Trumps Präsidentschaft ist Melanias Zeit als First Lady beendet. Das dürfte für sie eine Erleichterung sein, bedenkt man ihrer Frustration, die sie in den sogenannten Melania-Tapes deutlich machte. Oder ihren Wunsch, „einfach nur nach Hause“ zu gehen. Auf Fotos vom Mittwoch, als das Paar das Weiße Haus das letzte Mal verließ, entdeckte man in ihrem Gesicht etwas Ungewöhnliches. Ein Lächeln.

Betrachtet man die Bilder der Ankunft der Trumps, fällt noch etwas ins Auge. Melania Trump hat während des Flugs nach Palm Beach, Florida, wo sich die Familie niederlassen will, ihr Outfit gewechselt. War sie zuvor in Schwarz gekleidet, verließ sie das Flugzeug in Florida in einem farbenfrohen Kleid. Und auch diesmal: Ein Lächeln.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump winkt Anhängern zu, als er mit Ex-First Lady Melania Trump am Palm Beach International Airport ankommt.

China verhängt Sanktionen gegen Vertreter der Trump-Regierung: Auch Mike Pompeo und Steve Bannon betroffen

Update vom 20. Januar, 21.15 Uhr: Direkt nach dem Ende der Präsidentschaft Donald Trumps hat China Sanktionen ausgesprochen. Ziel sind 28 ranghohe Vertreter der ehemaligen Trump-Regierung. 28 Personen hätten die „chinesische Souveränität verletzt“ , teilte das chinesische Außenministerium am Mittwoch mit. Unter ihnen: Der scheidende US-Außenminister Mike Pompeo.

Betroffen von den Sanktionen sind ebenfalls: Trumps Handelsberater Peter Navarro, Sicherheitsberater Robert O‘Brien, den für Ostasien zuständigen Diplomaten David Stilwell, Trumps Gesundheitsminister Alex Azar und UN-Botschafterin Kelly Craft sowie den Ex-Sicherheitsberater John Bolton und den Ex-Chefstrategen Steve Bannon.

Donald Trump verlängert Personenschutz für seine Kinder - POTUS-Account gehört nun Joe Biden

Update vom 20. Januar, 20 Uhr: Bevor Donald Trump aus dem Amts des US-Präsidenten schied, unterzeichnete er noch ein Memorandum. Mit diesem Akt verlängerte er den Schutz seiner Kinder durch den US-Geheimdienst um ein halbes Jahr, wie CNN mit Verweis auf einen hochrangigen Beamten berichtet. Normalerweise gilt dieser Schutz für Kinder ehemaliger Präsidenten bis 16 Jahre. Durch Trumps Erlass schützt der Personenschutz des Secret Services nun aber alle seine Kinder und nicht nur seinen jüngsten Sohn Barron.

Update vom 20. Januar, 19:48 Uhr: Twitter hat die offiziellen Accounts des US-Präsidenten - POTUS - und des Vize-Präsidenten auf Joe Biden und Kamala Harris übertragen. Die zwei Demokraten haben die Follower ihrer Vorgänger nicht übernommen, wie es sonst üblich ist. In Zukunft twittert als POTUS der 46. US-Präsident Joe Biden. Als FLOTUS gibt sich seit heute Dr. Jill Biden die Ehre und löst damit Melania Trump als First Lady ab.

Greta Thunberg mit Tweet: Klimaaktivistin verabschiedet Trump auf Twitter voller Spott

Update vom 20. Januar, 18.30 Uhr: „Er sieht wie ein sehr glücklicher alter Mann aus, der sich auf eine helle und wunderbare Zukunft freut. Es ist so schön zu sehen“. Mit diesen Worten verabschiedete die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg Donald Trump spöttisch auf Twitter. Dazu ein Foto, wie der ehemalige US-Präsident auf den Stufen eines Helikopters steht und die Faust hebt. Trump tweete 2019 nach ihrer emotionalen Rede vor den Vereinten Nationen in New York: „Sie wirkt wie ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freut. So schön zu sehen!“

Der neueste Schlagabtausch zwischen Thunberg und Trump. Dieser hatte die 18-Jährige in einem früheren Tweet zum „chillen“ aufgefordert. Thunberg reagierte ihrerseits, indem sie Trump zum „chillen“ aufforderte, nachdem er den Wahl-Sieg des 46. US-Präsidenten Joe Biden anzweifelte. Beide Male benutzte die Klimaaktivisten beinahe die identische Wortwahl Donald Trumps.

Die Präsidentschaft Donald Trumps ist beendet: Joe Biden und Kamala Harris wurden vereidigt

Update vom 20. Januar, 17.50 Uhr: Joe Biden ist der 46. US-Präsident der Vereinigten Staaten. Der Demokrat und seine Vize-Präsidentin Kamala Harris wurden vor wenigen Minuten vereidigt. Trumps Amtszeit ist beendet. Ab 18 Uhr (12 Uhr/Ortszeit) ist Biden auch tatsächlich der neue Präsident - und die Ära Trump offiziell vorbei.

Update vom 20. Januar, 17.40 Uhr: Auf Twitter meldete sich vor wenigen Minuten der Chef-Korrespondent des Senders CNN für das Weiße Haus, Jim Acosta, zu Wort. „Ich habe zweimal versucht Trump zu fragen, ob er Reue für seine Rolle bei der Belagerung des Kapitols empfindet. Er hat nicht geantwortet. Er ist jetzt auf dem Weg nach Mar-a-Lago.“

Donald Trump verfolgt Amtsübergabe: Der scheidende US-Präsident auf dem Weg nach Mar-a-Lago

Update vom 20. Januar, 17.30 Uhr: Wie CNN berichtet, hat Donald Trump während des Flugs nach Palm Beach die laufenden Vorbereitungen der Amtseinführung Joe Bidens und Kamala Harris verfolgt. Das berichtet dem Sender zufolge eine Person, die sich im selben Flugzeug befand. Die Trumps landeten in Florida kurz nach dem Eintreffen des Ehepaars Pence am Kapitol. Dort wird Joe Biden in wenigen Minuten als 46. US-Präsident eingeführt.

Update vom 20. Januar, 17.15 Uhr: Donald und Melania Trump sind nun in Florida gelandet. Das Ehepaar befindet sich auf dem Weg zu ihrer Residenz Mar-a-Lago.

Donald Trump verlässt das Weiße Haus: Gemeinsam mit Melania Trump auf dem Weg nach Florida

Update vom 20. Januar, 16.38 Uhr: Isoliert wie nie zuvor - beinahe wie ein Geächteter - hat Donald Trump am Mittwoch das Weiße Haus und Washington verlassen. Der heutigen Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden bleibt er fern (siehe vorheriges Update).

Stattdessen befinden sich die Trumps zur Stunde auf dem Weg zu ihrer Residenz in Mar-a-Lago in Palm Beach - wenn man Berichten glauben darf, sind sie dort aber nicht sonderlich willkommen: Die Nachbarschaft befürchtet laut Politico, dass nicht nur bald der Ex-Präsident nebenan wohnen wird. Sondern seine Familie, Loyalisten sowie konservative Medien die ihrem „Präsidenten ins Exil“ folgen könnten.

Trump zum Abschied: Wir werden in irgendeiner Form zurückkehren

Update vom 20. Januar, 15.15 Uhr: Nun ist der noch immer amtierende US-Präsident mit der Präsidentenmaschine Air Force One unterwegs zu seinem Anwesen Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida. „Das waren vier unglaubliche Jahre“, sagte Trump vor Familienmitgliedern, Mitarbeitern und Anhängern am Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews, wo er mit 21 Salutschüssen empfangen wurde. Erneut nahm der Rechtspopulist zahlreiche politische Erfolge für sich in Anspruch. Er wünschte der Biden-Regierung „viel Glück und viel Erfolg“ und kündigte zugleich an: „Wir werden auf irgendeine Art zurückkommen.“

Trumps Amtszeit endet um 12.00 Uhr mittags (Ortszeit; 18.00 Uhr MEZ), wenn der neue Präsident Biden vereidigt wird. Trump ist der erste Präsident seit 152 Jahren, der der Amtseinführung seines Nachfolgers fernbleibt.

Donald Trump verlässt zum letzten Mal das Weiße Haus - Hand in Hand mit Ehefrau Melania

Update vom 20. Januar, 14.34 Uhr: Zunächst verlässt Donald Trump die Maschine, dicht gefolgt von Melania Trump. Ein seltenes Bild: erneut halten die beiden die Hand des anderen. Einige Unterstützer bejubeln den noch amtierenden US-Präsidenten, Salutschüsse werden abgefeuert. Auch die Familie Trumps hat sich auf dem Militärplatz versammelt. In einer kurzen Rede bedankt sich Trump nicht nur bei seinen Unterstützern, auch seiner Frau dankt Trump ausdrücklich. Und auch Melania selbst richtet kurze Worte an die Öffentlichkeit. Die First-Lady werde die Zeit an der Seite ihres Mannes nie vergessen.

Und auch bei dieser Rede lobt Donald Trump noch einmal die eigene Leistung. Wirtschaftlich habe sich das Land sehr gut erholt, die Corona-Pandemie habe den USA dann einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Es werden auch weiterhin tolle Zahlen kommen, wenn man das so lässt, wie wir es gemacht haben“, so Trump. „Man kann nicht härter arbeiten, als das, was wir gemacht haben“, zeigt sich Donald Trump weiter von sich und seiner Leistung überzeugt.

Update vom 20. Januar, 14.30 Uhr: Donald Trump und Ehefrau Melania landen in diesem Moment mit dem Helikopter auf dem Militärflugplatz Andrews.

Sein bitterster Tag: Trump verlässt JETZT live letztmals das Weiße Haus - und sorgt für Wirbel um Atomkoffer

Update vom 20. Januar, 14.13 Uhr: Ein letztes Mal verlässt Donald Trump in diesem Moment das Weiße Haus. An seiner Seite seine Frau und Noch-First-Lady Melania Trump. Ganz in Schwarz gekleidet laufen die beiden Hand in Hand zum Helikopter, in Kürze werden die beiden dann nach Florida fliegen. Etwa zehn Minuten dauert nun der Flug zum Militärflugplatz Andrews, dort wird Donald Trump vermutlich mit Salutschüssen verabschiedet.

Update vom 20. Januar, 14:10 Uhr: Seit wenigen Minuten wird er bereits erwartet, doch noch lässt Donald Trump auf sich warten Ein Helikopter wartet vor dem Weißen Haus.

Update vom 20. Januar, 13 Uhr: In knapp einer Stunde verlässt Donald Trump Washington, der scheidende US-Präsident wird der Amtseinführung seines Nachfolgers nicht beiwohnen. Mit seiner Entscheidung sorgte der 74-Jährige nicht nur für einen Eklat, sein Fernbleiben stellt den Ablauf der Amtseinführung logistisch auf den Kopf. Den legendären Atomkoffer nimmt Trump nämlich erst einmal mit nach Florida, schließlich verfügt der amtierende Präsident jederzeit über unzählige Atomwaffen.

In der Sekunde, in der Nachfolger Joe Biden vereidigt wird, obliegt jedoch ihm die Macht über die Kontrolle der nuklearen Waffen. Wie CNN berichtet, musste für diese geografische Entfernung nun eine Lösung gefunden werden. Demnach soll Joe Biden einen eigenen vorübergehenden Atomkoffer bekommen, da das Zurückbringen aus Florida zu lange Zeit in Anspruch nehmen würde. In dem Moment der Vereidigung soll demnach die Vorrichtung an dem neuen Koffer aktiviert werden, der alte Koffer von Donald Trump sei ab diesem Zeitpunkt nicht mehr für den scheidenden US-Präsidenten zugänglich. Dieser Koffer werde dann, laut CNN, so schnell wie möglich zu dem aktuellen US-Präsidenten zurückgebracht.

Gegen 14 Uhr europäischer Zeit macht sich Donald Trump dann auf den Weg nach Florida. Unklar ist bislang, ob sich der scheidende US-Präsident still und heimlich aus dem Staub macht. Oder ob Trump eventuell sogar von der Ehrengarde verabschiedet wird.

Sein bitterster Tag: Trump hält Abschiedsrede mit rätselhaftem Aufruf - und schäumt wegen Bidens Gästeliste

Update vom 20. Januar, 9.30 Uhr: Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat in seiner Abschiedsrede seine Regierungsbilanz verteidigt. Trotz aller Kritik scheint Trump sich seiner Erfolge sicher zu sein. Der Republikaner nahm in einer Videoansprache am Dienstag zahlreiche Erfolge in der Innen-, Wirtschafts- und Außenpolitik für sich in Anspruch: „Wir haben amerikanische Stärke zu Hause wiederhergestellt - und amerikanische Führung im Ausland.“ Zugleich rief Trump zum Gebet für die Regierung seines Nachfolgers Joe Biden auf, ohne den Demokraten auch nur ein Mal namentlich zu erwähnen.

„Zusammen mit Millionen hart arbeitenden Patrioten im ganzen Land haben wir die großartigste politische Bewegung in der Geschichte dieses Landes aufgebaut“, sagte Trump in der im Weißen Haus aufgezeichneten knapp 20-minütigen Rede. Donald Trump ist sich sogar sicher, insgesamt die „großartigste Wirtschaft in der Geschichte der Welt aufgebaut“ zu haben. Auch der Kampf gegen die Corona-Pandemie sei erfolgreich gewesen. Obwohl bislang etwa 400.000 Menschen in den USA offiziell an den Folgen einer Corona-Erkrankung verstorben sind.

Donald Trump: Bidens Amtseinführung könnte Zorn des scheidenden US-Präsidenten noch einmal anheizen

Seinen zukünftigen Nachfolger erwähnte Donald Trump in seiner Rede mit keinem Wort, auch seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl räumte Trump bislang nicht klar ein. Die Stürmung des Kapitols verurteilte der scheidende US-Präsident zwar, an seine Anhänger gerichtet erklärte Donald Trump jedoch: „Die Bewegung, die wir begonnen haben, ist nur der Anfang.“

Der Zorn des 74-Jährigen könnte jedoch an diesem Mittwoch noch einmal angeheizt werden. Wie die Washington Post berichtet, soll Donald Trump von dem Aufgebot Prominenter bei der Amtseinführung und der anschließenden Feier alles andere als begeistert sein. Demnach sollen sich Mega-Stars wie unter anderem Jennifer Lopez und auch Lady Gaga angekündigt haben. Ein Umstand, mit dem Donald Trump bei seiner eigenen Amtseinführung nicht rechnen konnte. Damals hatten zahlreiche Stars eine Einladung abgelehnt, darunter auch Mega-Star Elton John.

Donald Trumps bitterster Tag: Pläne für Inauguration nun wohl klar - Umfrage-Ohrfeige zum Abgang

Ursprungsmeldung: Washington, D.C. - Am Ende seiner Amtszeit steht Donald Trump ausnahmsweise nicht im Mittelpunkt - zumindest den offiziellen Plänen nach. Trump verzichtet auf die Teilnahme an der Inauguration, der Zeremonie, mit der sein Nachfolger Joe Biden in Amt und Würden eingeführt wird. Würde - ohnehin ein Begriff, den Trump während seiner vierjährigen Präsidentschaft sehr eigen interpretierte.

Die Folgen seiner Lügen, Flirts mit Rechtsradikalen und Twitter-Entgleisungen werden am letzten Tag seiner Amtszeit deutlich: Er verlässt Washington vorzeitig, von Parteifreunden isoliert und mit katastrophalen Umfragewerten. Das Meinungsforschungsinstitut Gallup ermittelt eine Zustimmungsrate von nur 34 Prozent, dem niedrigsten Wert seit Trumps Amtseinführung.

Den Hauptgrund für Trumps Ablehnung in der US-amerikanischen Bevölkerung sieht das Institut in der Rolle des Präsidenten bei der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar. Trump wiegelte in einer Rede seine militanten Anhänger auf, vor dem Kapitol gegen die offizielle Bestätigung zu protestieren. Die Folge war eine Gewaltspirale, der fünf Menschen zum Opfer fielen.

Demokraten sehen Trump als Verursacher der Gewaltexplosion, sodass ein Amtsenthebungsverfahren angestrengt wurde. Das Repräsentantenhaus stimmte für den Antrag, im Senat ist die Zustimmung noch ungewiss. Wie auch immer das Ergebnis ausfallen wird, die Amtszeit ging nicht spurlos an Trump vorbei. Ebenso wenig wie an den USA. Befürchtet wird, dass es auch am Tag der Inauguration zu Ausschreitungen in Washington kommt.

Donald Trump: Finanzielle Schwierigkeiten und drohende Gerichtsverfahren

Auch wenn Trump die Möglichkeit in Betracht zog, sich selbst und seine Familie zu begnadigen, wird er diesen Schritt nicht vollziehen. Wie CNN berichtet, könne eine Selbstbegnadigung als „Schuldeingeständnis“ interpretiert werden. Ein Eindruck, den Trump verhindern will. So ist es wahrscheinlich, dass der scheidende US-Präsident nach dem Ende seiner Amtszeit juristische Schwierigkeiten bekommt: Seine Einflussnahme auf Wahlverantwortliche bei seinem Feldzug gegen seine Niederlage, frühere Schweigegeldzahlungen an mutmaßliche Geliebte und die teils undurchsichtigen Aktivitäten seines Geschäftsimperiums belasten den US-Präsidenten.

Donald Trump: Schottland-Flucht fehlgeschlagen?

Es gilt als gute Tradition, dass der abgewählte Präsident seinem Nachfolger nach der feierlichen Amtseinführung gratuliert. Wie bei so vielen Gelegenheiten zuvor, bricht auch dieses Mal Trump eine Tradition. Er werde nicht an der Veranstaltung teilnehmen, ließ er über seinen inzwischen gesperrten Twitter-Account vermelden. Daraufhin wurde kräftig darüber spekuliert, wo sich Donald Trump während der Amtseinführung Joe Bidens aufhalten werde.

Eine Quelle verriet der Sunday Post, dass sich für den 19. Januar ein Flugzeug des US-Militärs am schottischen Flughafen Prestwick ankündigte. Bei dem speziellen Flugzeugtyp handele es sich um eine Maschine, die „normalerweise vom Vize-Präsidenten benutzt wird, aber oft auch von der First-Lady“, zitiert die Sunday Post den Informanten. Der Hintergrund: Donald Trump besitzt in Schottland das „Trump Turnberry Resort“, einen Golfclub. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon erteilte einer Einreise Trumps jedoch eine Absage.

Donald Trump: „Inauguration Day“ im Kreise der Familie in Florida?

Statt nach Schottland wird der US-Präsident in der Air Force One nach Florida flüchten. Genauer gesagt, in seinen festungsähnlichen Rückzugsort Mar-a-Lago. Umgeben von seinen treuesten Anhängern will sich Trump von der Wahlschlappe erholen und die Weichen für die Zukunft stellen, indem er seine Familie um sich sammelt. Zwischenzeitlich kursierte auch das Gerücht, Trump plane eine Gegenveranstaltung in Florida. Das sei nach den jüngsten Ereignissen allerdings unwahrscheinlich geworden, will die New York Times aus dem Umfeld des Noch-Präsidenten erfahren haben.

Wie die Washington Post berichtet, wollen Trumps erwachsene Kinder nach Florida ziehen. Besonders Ivanka Trump werden Ambitionen als Politikerin nachgesagt. Auch wenn Trumps Präsidentschaft am heutigen Tag endet, die Trumps werden noch länger die Schlagzeilen bestimmen. (AFP/jf)

Rubriklistenbild: © Alex Brandon/AP/dpa

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