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Donald Trump

Der Finger hält nicht still

Trumps-Twitter-Wahn: Er erwähnt in sarkastischem Tweet auch seinen jüngsten Sohn

Dass Donald Trump der Twitterfinger oft locker sitzt, ist bekannt. Am Dienstagmorgen (Ortszeit) war der US-Präsident besonders produktiv. Elf Tweets setzte Trump ab, und er befasste sich mit einer sehr breiten Palette von Themen.

Washington - Am frühen Morgen setzte der Präsident das Abwatschen seines eigenen Justizministers Jeff Sessions wegen unterlassener Ermittlungen gegen Hillary Clinton fort. Der Ukraine hielt Trump angebliche Wahlbeeinflussung zu Clintons Gunsten vor, gegen den amtierenden FBI-Chef Andrew McCabe schoss er eine Unterstellung ab.

Weiter ging es mit der Ankündigung, dieser Dienstag sei ein großer Tag für das Gesundheitssystem der USA: Man werde sehen, ob die Republikaner es mit der Abschaffung von „Obamacare“ Ernst meinten. Dazu ein zweiter Tweet, „Obamacare“ sei eine „Folter“ für das Volk und ein dritter, diesen „Albtraum“ zu beenden. Ein vierter Tweet unterstellte den Demokraten neuerlich reine Obstruktion in der Gesundheitspolitik.

Senator John McCain erhielt präsidiales Lob für die Ankündigung, trotz seiner Krebserkrankung zur Arbeit zurückzukehren. Schwiegersohn Jared Kushner wurde für seinen Auftritt am Vortag in Sachen Russland-Ermittlungen belobigt.

Themenwechsel: Mit Großbritannien, so der Präsident, arbeite man an einem umfassenden Handelsdeal, „könnte sehr groß und aufregend sein“, im Übrigen gehe die Europäische Union sehr protektionistisch mit den USA um. Schluss der Morgenserie war die Ankündigung, am Abend nach Ohio zu reisen. Dort steht eine erneute Wahlkampf-Großkundgebung unter dem Motto „Make America Great Again“ an.

US-Präsident Donald Trump hat in einer sarkastischen Reaktion auf die Russland-Affäre seinen elfjährigen Sohn ins Spiel gebracht. Nach der Vernehmung seines Schwiegersohns Jared Kushner im Senat werde in dieser "Hexenjagd" nun sein jüngstes Kind an der Reihe sein, mutmaßte er spöttisch am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Als Nächster der elfjährige Barron Trump!" schrieb der Präsident. Der jüngste Trump-Sohn wird bisher weitgehend von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Mit seiner Mutter Melania war er erst im Juni vom New Yorker Trump Tower ins Weiße Haus umgezogen. Im neuen Schuljahr soll er eine Schule nahe Washington besuchen. In der Twitter-Botschaft lobte der Präsident zudem seinen Schwiegersohn für dessen Auftritt am Montag vor dem Geheimdienstausschuss. Kushner habe "bewiesen", dass es im Wahlkampf keine unzulässige Absprachen des Trump-Teams mit Russland gegeben habe. Der 36-jährige, der mit Trumps ältester Tochter Ivanka verheiratet ist, bekleidet einen Spitzenposten als Berater im Weißen Haus.

dpa/afp

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