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Donald Trump.

Hymnen-Debatte in USA

Trump fordert Footballer auf: Such dir ein anderes Land

München - NFL-Star Colin Kaepernicks singt die Hymne nicht mit und kritisiert die Fremdenfeindlichkeit in den USA. Das ruft wiederum Donald Trump auf den Plan. Der Präsidentschaftskandidat schlägt dem Sportler vor, auszuwandern.

Die Hymne seines Heimatlandes erklang, doch Colin Kaepernicks machte keine Anstalten, aufzustehen. Er blieb sitzen, sang nicht mit. Sein stiller Protest bei einem Testspiel zwischen San Francisco und Green Bay spaltete über das Wochenende die Vereinigten Staaten. Doch Kaepernicks hat einen guten Grund: "Ich werde nicht aufstehen, um meinen Stolz über eine Flagge oder ein Land zu zeigen, das farbige Menschen unterdrückt. Für mich ist das größer als Football, und es wäre egoistisch von mir, das anders zu sehen. Menschen sterben in den Straßen und Leute kommen mit Mord davon."

Colin Kaepernicks.

Zudem spiegelten laut Kaepernick gerade die zwei Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump "die Probleme in unserem Land wider", meinte der NFL-Profi. "Trump ist offen rassistisch. Clinton hat E-Mails gelöscht und illegale Sachen gemacht und ist Präsidentschaftskandidatin."

Der republikanische Kandidat Trump nahm das zum Anlass und konterte Kaepernicks Kritik. "Ich habe das Ganze verfolgt, und persönlich glaube ich: Das ist nicht gut. Das ist furchtbar. Wissen Sie: Vielleicht sollte er ein Land finden, das ihm besser gefällt. Lasst es ihn doch versuchen - er wird es nicht schaffen", sagte Trump in The Dori Monson Show.

Der 28-Jährige ist Sohn eines schwarzen Vaters und einer weißen Mutter aus schwierigen Verhältnissen, wuchs aber bei weißen Adoptionseltern in Kalifornien auf. Der Spielmacher der San Francisco 49ers erzeugte mit seiner Haltung zahlreiche Hass-Tweets per Twitter, doch ebenso viele Unterstützer.

Eine Strafe droht Kaepernick nicht. Wie die Football-Liga mitteilte, werden Spieler "ermutigt, aber nicht gezwungen aufzustehen". Das wird Kaepernick weiter zum Anlass nehmen bei der Hymne sitzenzubleiben, bis es "einen erheblichen Wandel" in seinem Heimatland gibt.

mke

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