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Football-Spieler in den USA protestieren gegen Rassismus und Polizeigewalt.

Zeichen gegen Rassismus

Trump gegen die NFL: US-Football-Profis müssen künftig während der Nationalhymne stehen

Entweder stehen oder in der Kabine bleiben. Zukünftig dürfen Football-Spieler der Profiliga NFL beim Abspielen der Nationalhymne nicht mehr niederknieten. Die Aktion galt als Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze.

Washington - Spieler der US-Football-Profiliga NFL müssen künftig beim Abspielen der Nationalhymne stehen - oder in der Kabine blieben. Auf diesen Kompromiss verständigten sich die Besitzer der NFL-Teams am Mittwoch bei einem Treffen in Atlanta. Bislang mussten sich alle Spieler während der Hymne auf dem Spielfeld befinden. Diese Vorschrift wurde nun aufgegeben. Zugleich wurden Strafen eingeführt für politische Protestgesten während der Hymnenzeremonie. Auch in der NFL-Season 2018 gibt es wieder Proteste von Spielern verschiedener Mannschaften.

Trump: „Unpatriotische“ Aktion

Der Hymnen-Streit war in der vergangenen Spielzeit eskaliert, als immer mehr Profis aus Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze niederknieten. Weite Teile der US-Regierung um Präsident Donald Trump verurteilen die Proteste scharf. Trump nannte die Aktionen unpatriotisch. Er beschimpfte die protestierenden Spieler als "Hurensöhne" und forderte ihre Entlassung.

US-Vizepräsident Mike Pence feierte die Entscheidung der NFL am Mittwoch im Online-Dienst Twitter als "Sieg" für die USA. Trump teilte Pences Botschaft auf seinem offiziellen Twitter-Konto.

Lesen Sie auch: Protest auf Knien: Amnesty ehrt US-Footballstar Kaepernick.

afp

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