Großbrand in Oberau: Anwohner sollen Fenster und Türen schließen

Großbrand in Oberau: Anwohner sollen Fenster und Türen schließen
+
Nicht die allerbesten Freunde: Angela Merkel (l.) und Donald Trump beim G20-Gipfel.

Anruf des US-Präsidenten

Trump gratuliert Merkel erst vier Tage nach der Wahl

Nun kam der Anruf doch noch: Vier Tage nach der Bundestagswahl hat US-Präsident Donald Trump Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu ihrem Wahlsieg gratuliert. Trump wünschte der Kanzlerin Erfolg bei der Regierungsbildung.

Washington - Trump unterstrich zudem nach Angaben des Weißen Hauses die engen Beziehungen zwischen den USA und Deutschland. Laut Regierungssprecher Steffen Seibert ging es in dem Telefonat aber vor allem um die Konflikte im Iran und in Nordkorea. Das Weiße Haus erklärte, Trump habe Merkel zum Wahlsieg gratuliert und ihr alles Gute für die Bildung ihrer vierten Regierung gewünscht. "Präsident Trump hat die engen Beziehungen unserer beider Länder und unsere gemeinsamen Anstrengungen für Frieden und Wohlstand unterstrichen sowie das Bekenntnis der Vereinigten Staaten zu unserem langjährigen, starken Bündnis mit der deutschen Regierung und dem deutschen Volk", hieß es weiter.

Seibert ging in seiner Mitteilung im Online-Dienst Twitter nur kurz auf die Gratulation Trumps an Merkel ein. Im Mittelpunkt des Gesprächs hätten die Krise um Nordkorea und die Zukunft des Nuklearabkommens mit dem Iran gestanden, erklärte er.

Glückwunsch lässt lange auf sich warten

Gemessen an den Gepflogenheiten unter befreundeten Staaten hatte die Gratulation Trumps an Merkel ungewöhnlich lange auf sich warten lassen. Anfang der Woche antwortete das Weiße Haus auf die Frage, warum der US-Präsident der Regierungschefin von Europas führender Wirtschaftsnation noch nicht zum Wahlsieg gratuliert habe, Grund seien "logistische" Dinge.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA sind seit Trumps Amtsantritt schwierig geworden. Trump hat Deutschland immer wieder hart attackiert, insbesondere wegen des Handelsüberschusses, der Flüchtlingspolitik und den seiner Ansicht nach zu niedrigen Verteidigungsausgaben.

"Klarer Dissens mit dem amerikanischen Präsidenten"

Merkel hatte sich nach Trumps Wahlsieg reserviert gezeigt und an Werte wie Toleranz gegenüber Minderheiten erinnert. Wiederholt hat die Bundesregierung besorgt auf die Politik des US-Präsidenten reagiert, unter anderem nach dem Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. Vergangene Woche kritisierte Merkel Trumps Drohung an Nordkorea. Sie sprach von einem "klaren Dissens mit dem amerikanischen Präsidenten".

In ihrem Telefonat mit Trump sagte Merkel zum Thema Nordkorea, es müssten "alle Mittel zur friedlichen Beilegung des Konflikts genutzt werden". Merkel und Trump seien sich einig gewesen, "dass der diplomatische und wirtschaftliche Druck auf Nordkorea intensiviert werden müsse", erklärte Seibert.

Zuletzt hatten sich die Spannungen zwischen Washington und Pjöngjang immer weiter hochgeschaukelt. Trump hatte Nordkorea in seiner ersten Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit der "vollständigen Vernichtung" gedroht, Nordkorea wertete dies als Kriegserklärung.

In seiner UN-Rede hatte Trump zudem seine Ablehnung des Atomabkommens mit dem Iran bekräftigt. Merkel nannte das Abkommen am Donnerstag "ein wichtiges Instrument", um eine nukleare Bewaffnung des Iran zu verhindern. Laut Seibert war sich die Kanzlerin mit Trump einig, dass die "negative Rolle" des Iran etwa in Syrien und im Libanon sowie die Nichtanerkennung des Existenzrechts des Staates Israel "inakzeptabel" seien. Auch das iranische Raketenprogramm stimme nicht mit der Entscheidung des UN-Sicherheitsrates überein.

Hier geht es zumLive-Ticker zu den Entwicklungen nach der Bundestagswahl.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Deutscher und niederländischer Soldat bei Übung verletzt
Bergen (dpa) - Beim Zusammenstoß zweier Militärfahrzeuge auf dem Truppenübungsplatz Bergen-Hohne in der Lüneburger Heide sind sechs deutsche und niederländische Soldaten …
Deutscher und niederländischer Soldat bei Übung verletzt
May kündigt Gespräche mit Juncker in Brüssel an
London/Brüssel (dpa) - Wenige Tage vor dem Brexit-Sondergipfel reist die britische Premierministerin Theresa May am Mittwochabend für ein Treffen mit …
May kündigt Gespräche mit Juncker in Brüssel an
Bundestag berät über Bundeshaushalt 2019
Von 356 Milliarden Euro kann man fast 60 Berliner Flughäfen inklusive aller Verzögerungen bauen. Der Bundestag berät final für 2019 über einen Rekordhaushalt - …
Bundestag berät über Bundeshaushalt 2019
Geplanter Anschlag in Melbourne: Drei Verdächtige wurden verhaftet
Drei Männer sollen einen Anschlag auf einen belebten Ort in Melbourne geplant haben. Jetzt wurden sie festgenommen. 
Geplanter Anschlag in Melbourne: Drei Verdächtige wurden verhaftet

Kommentare