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Trotz Interessenkonflikts

Trump-Gruppe will weitere Hotels in den USA eröffnen

New York - Die Trump-Gruppe will trotz drohender Interessenkonflikte durch den Einzug Donald Trumps als US-Präsident ins Weiße Haus weitere Hotels in den USA eröffnen.

"Wir sehen gute Wachstumschancen in den USA für unsere beiden Hotelmarken" Trump und Scion, erklärte Jennifer Rodstrom von Trump Hotels am Mittwoch.

Der Chef von Trump Hotels, Eric Danziger, hatte am Dienstag laut der Nachrichtenagentur Bloomberg bei einer Pressekonferenz gesagt, es gebe "26 große Metropolen in den Vereinigten Staaten und wir sind in fünf von ihnen vertreten". Er sehe "keinen Grund, weshalb wir am Ende nicht in jeder von ihnen vertreten sein sollten".

Kritiker werfen Trump vor, seine Unternehmen würden indirekt aus seiner Wahl zum Präsidenten Nutzen ziehen. In einem gemeinsamen Brief warnten vier Abgeordnete der Demokraten am Montag, die Möglichkeit, dass Trump durch sein Amt geschäftlich profitieren könne, löse "ernsthafte Sorge" wegen möglicher Interessenkonflikte aus.

Nach Einschätzung der Organisation Bürger für Verantwortung und Ethik in Washington (Crew) verstößt Trump gegen die US-Verfassung, die Amtsträgern die Annahme von Geschenken oder Vergütungen ausländischer Regierungen untersagt. Die Gruppe von Anwälten kündigte am Montag eine Klage gegen den Immobilienmilliardär an.

Crew wirft Trump vor, über seine Auslandsgeschäfte "Geld und Gefälligkeiten" von ausländischen Regierungen zu erhalten. Als Beispiele führt sie Zahlungen an Trumps Hotels und Golfplätze sowie Pachteinnahmen an.

Der Immobilienmilliardär hatte vor seinem Amtsantritt verkündet, dass er sein weitverzweigtes Unternehmensimperium behalten werde. Nach eigenen Angaben legte er dessen Leitung aber vollständig in die Hände seiner Söhne Eric und Donald Jr.

afp

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