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US-Präsident will Vergeltung

Trump kündigt „bedeutende Entscheidung“ zu Syrien innerhalb von 48 Stunden an

Wie werden die USA auf den mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien reagieren? Präsident Trump hat jetzt eine schnelle Entscheidung angekündigt - ein Vergeltungsschlag ist wahrscheinlich.

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien hat US-Präsident Donald Trump eine schnelle Entscheidung über eine Reaktion seiner Regierung in Aussicht gestellt. Man werde in den nächsten 24 bis 48 Stunden eine „bedeutende Entscheidung“ treffen, sagte Trump am Montag am Rande einer Kabinettssitzung.

Nach Angaben von Aktivisten sollen bei dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz in der Region Ost-Ghuta mehr als 150 Menschen getötet und rund 1000 verletzt worden sein. Trump verurteilte den gemeldeten Angriff. Es sei „barbarisch“ gewesen.

Trump hatte dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad bereits gedroht und am Wochenende getwittert, das „Tier Assad“ werde einen hohen Preis zahlen.

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien hatte zuvor US-Verteidigungsminister James Mattis militärische Schritte gegen die syrische Regierung nicht ausgeschlossen. Er schließe zu diesem Zeitpunkt nichts aus, sagte Mattis am Montag auf eine entsprechende Frage eines Journalisten. 

Lesen Sie auch: Trumps Rückzug vom Rückzug: Doch kein US-Truppenabzug in Syrien

UN-Sicherheitsrat berät über Syrien

Auch der UN-Sicherheitsrat will sich am Montag bei einer auf 21.00 Uhr MESZ verschobenen Sitzung mit dem Angriff befassen. Die USA legten dafür einen Resolutionsentwurf vor, der die Schaffung eines neuen "Mechanismus" der UN zur unabhängigen Untersuchung von Chemiewaffenangriffen vorsieht. 

Die USA und Frankreich haben in der Vergangenheit wiederholt gedroht, einen weiteren Einsatz von Chemiewaffen in Syrien nicht hinzunehmen. Trump hatte bereits vor einem Jahr als Vergeltung für einen tödlichen Chemiewaffenangriff in der Kleinstadt Chan Scheichun einen syrischen Luftwaffenstützpunkt bombardieren lassen.

Ähnlich wie Washington und Paris rief auch der britische Außenminister Boris Johnson zu einer "starken und robusten internationalen Antwort" auf. In Berlin sagte Regierungssprecher Steffen Seibert, bei dem "Giftgaseinsatz deuten die Umstände auf die Verantwortlichkeit des Assad-Regimes hin". Russland dürfe nicht länger eine Untersuchung von Chemiewaffeneinsätzen in Syrien blockieren.

Auch interessant: Merkel und Trump „besorgt“ über Putins Rüstungspolitik

Russland steht hinter Assad

Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte dagegen, russische Militärspezialisten hätten am angeblichen Angriffsort in Duma "keinerlei Spuren von Chlor oder einer anderen chemischen Substanz" gefunden. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow warnte, es wäre "falsch und gefährlich", ohne ausreichende Informationen Schlüsse zu dem Vorfall in Duma zu ziehen

Duma ist die letzte Bastion der Rebellen in Ost-Ghuta, nachdem die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad bei einer wochenlangen Offensive den Rest der Region bei Damaskus zurückerobert haben. Nach zwei anderen Rebellengruppen begann am Sonntag auch die Gruppe Dschaisch al-Islam mit dem Abzug ihrer verbleibenden Kämpfer aus Ost-Ghuta.

dpa/afp

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