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Rodrigo Duterte.

Lob für umstrittenen Anti-Drogen-Kampf

Trump lädt Duterte nach Washington ein

Manila/Washington - Beide sind bekannte für ihre verbalen Entgleisungen. Jetzt hat der künftige US-Präsident Donald Trump den philippinischen Staatschef Rodrigo Duterte zu einem Besuch ins Weiße Haus eingeladen.

Wie Duterte am Samstag erklärte, rief er Trump am Freitagabend an, um ihm zum Wahlsieg zu gratulieren. Trump wiederum habe ihm viel "Erfolg" beim Kampf gegen die Kriminalität auf den Philippinen gewünscht und ihn zur Fortsetzung seines umstrittenen Anti-Drogen-Kampfs ermuntert. "Er hat mir alles Gute für meine Kampagne gewünscht und mir gesagt, dass wir sie als souveräne Nation führen", fuhr er fort. Dies sei der "richtige Weg", habe er gesagt.

Am Telefon haben sich die beiden „angenehm und lebhaft“ unterhalten, wie ein Berater Dutertes am Freitag sagte. Bei dem Gespräch, das nach seinen Angaben etwas mehr als sieben Minuten dauerte, soll es zu der Einladung für das kommende Jahr gekommen sein. Trumps Büro veröffentlichte nach dem Gespräch eine kurze Erklärung. Darin hieß es lediglich, Duterte habe ihm gratuliert und beide hätten eine enge Zusammenarbeit vereinbart.

Dutertes Anti-Drogen-Strategie stößt international auf Kritik, auch US-Präsident Barack Obama hatte sie scharf kritisiert. Seit Dutertes Amtsantritt Ende Juni wurden der Polizei zufolge bei außergerichtlichen Tötungen im Drogenkrieg bereits mehr als 3000 Menschen getötet. Ein Drittel davon starb bei Anti-Drogen-Einsätzen der Polizei, die anderen unter ungeklärten Umständen. Zuletzt sorgte Duterte mit einem Vergleich für Empörung, der seinen Anti-Drogen-Kampf mit dem NS-Massenmord an den Juden in eine Reihe stellte.

Duterte hatte die USA vor der Präsidentenwahl wiederholt kritisiert und mehrfach angekündigt, sein Land von dem einst engsten Verbündeten „trennen“ zu wollen. Erst im Oktober bei seinem Staatsbesuch in Japan hatte er erneut den Abzug aller ausländischen Truppen aus dem südostasiatischen Inselstaat gefordert. Den scheidenden US-Präsidenten Barack Obama beschimpfte er einmal als „Hurensohn“.

dpa/afp

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