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Donald Trump: Will er Journalisten gezielt einschüchtern?

„Eindeutiger Einschüchterungsversuch“

Trump lässt Reporter festnehmen: Journalisten-Verband besorgt

Berlin - Der deutsche Journalistenverband sorgt sich um die Berichterstattung in den USA, nachdem bei Trumps Vereidigung mehrere Reporter verhaftet wurden. Auch deutsche Korrespondenten seien gefährdet.

Update: Donald Trump feiert sich als neues US-Präsident - sein zehnjähriger Sohn Barron ist unterdessen Opfer von Hohn und Spott geworden. Ein bitterböser Tweet über Barron Trump hat in den USA zu einem Skandal geführt. Viele sorgen sich inzwischen um das Wohlergehen des jüngsten Präsidenten-Sprösslings.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat sich nach der Verhaftung mehrerer Journalisten während der Amtseinführung des US-Präsidenten Donald Trump besorgt um die Berichterstattung über Politik und Gesellschaft in den USA gezeigt. "Wenn Journalisten, die eindeutig einfach als Journalisten vor Ort waren, um Bericht zu erstatten, Beteiligung an Vandalismus und Randale vorgeworfen wird, dann ist das ein eindeutiger Einschüchterungsversuch", erklärte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall am Donnerstag.

Verhaftungen seien nicht hinnehmbar

"Nicht nur die betroffenen Journalisten, sondern auch Journalisten, die künftig über Proteste berichten, sollen damit eingeschüchtert werden." Das gelte auch für deutsche US-Korrespondenten. "Trump muss sich dazu äußern, dass diese Verhaftungen nicht hinnehmbar sind", forderte Überall. "Sonst müssen wir davon ausgehen, dass das seinem Diktum vom Krieg gegen die Medien nur entgegen kommt."

Journalisten drohen bis zu zehn Jahre Haft

Dem DJV zufolge wurden während der Amtseinführung Trumps am 20. Januar sechs Journalisten verhaftet. Ihnen drohen demnach derzeit Gefängnisstrafen von bis zu zehn Jahren und bis zu 25.000 Dollar (knapp 23.300 Euro) Strafe. Der DJV schloss sich der Forderung der International Federation of Journalists (IJF) an, die Vorwürfe gegen die Journalisten sofort fallen zu lassen. Trump liegt im Clinch mit den Medien in den USA und kritisiert immer wieder die Berichterstattung über ihn scharf.

Der neue US-Präsident Donald Trump hat auch angekündigt, die Wiedereinführung verbotener Foltermethoden prüfen zu lassen.

Im Video: Trump lernt auch Mexiko das Fürchten

afp/snacktv

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