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Lob für Ex-US-Präsident Trump in russischem Staatsfernsehen - „müssen ihn unterstützen“

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Von: Bedrettin Bölükbasi

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Washington am 6. Januar 2021 - Trump
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump wurde im russischen Staatsfernsehen gelobt. (Archivbild) © Evan Vucci/dpa

Für Ex-US-Präsident Donald Trump gibt es im russischen Staatsfernsehen oft Lob. Dort warb ein Kreml-naher Militärexperte nun für die Unterstützung von Trump durch Russland.

München - Der ehemalige US-Präsident Donald Trump macht in den letzten Tagen wieder Schlagzeilen. Grund dafür ist eine FBI-Razzia in seinem Mar-a-Lago-Anwesen im US-Bundesstaat Florida. Doch in Russland taucht er ebenfalls immer wieder in der Berichterstattung auf - auch ohne eine Razzia. Dabei wird er meistens mit Lob überschüttet und die bessere Alternative zu Joe Biden dargestellt.

Inmitten des Ukraine-Krieges ging es in einer Talk-Sendung im russischen Staatsfernsehen „Rossija-1“ erneut um Trump. Dort wurde er als ein vernünftiger Politiker vorgestellt und sogar als „Freund“ bezeichnet. Der Kreml-nahe russische Militärexperte Igor Korotchenko forderte sogar die Unterstützung des Ex-US-Präsidenten durch Russland. Die US-Journalistin Julia Davis veröffentlichte die entsprechende Szene aus dem Staatssender Russlands samt englischem Untertitel auf Twitter.

Trump-Lob im russischen Staatsfernsehen - „unser Freund Donald“

Moderiert wurde die Sendung im russischen Staats-TV vom Duma-Abgeordneten und Journalisten Evgeny Popov. Trump habe die USA als ein „Entwicklungsland“ und Biden als den „schlechtesten Präsidenten der Geschichte“ beschrieben, leitete er ein. Auch habe er gesagt, dass Biden den USA mehr Schaden als „die schlechtesten fünf Präsidenten gemeinsam“ zugefügt habe. „Trump hat nicht konkretisiert, wer diese fünf Präsidenten sind und ob er dazu gehört“, sagte Popov und fügte direkt hinzu: „Aber unser Freund Donald hat sich klar dazu entschlossen, dieser Gruppe nicht beizutreten.“

Der russische Militärexperte Korotchenko meldete sich nach einem Ausschnitt aus einer Rede von Trump ebenfalls zu Wort und stellte dabei einen Bezug zur Ukraine her. Er bezeichnete das Land als einen „Krebs-Tumor im Zentrum von Europa“. So würden etwa „Transgender in Vyshyvankas“ - das nationale Hemd der Ukraine - rummarschieren und zum „Symbol der modernen Ukraine“ in den Augen des Westens werden.

Kreml-Militärexperte lobt Ex-US-Präsident Trump - „Ich mag seine konservativen Werte“

„Eine Gesellschaft mit solch einer Orientierung hat keine Zukunft“, stellte Korotchenko fest, während im Hintergrund Szenen aus Demonstrationen der LGBTQI-Community in der Ukraine liefen. Der russische Militärexperte lobte in dieser Hinsicht die „konservativen Werte“, die Trump verbreite. Dabei bezeichnete er ihn nicht etwa als „Ex-Präsident“, sondern „Präsident“.

Korotchenko zufolge muss sich Moskau offen hinter Trump stellen: „Wir müssen Trump unterstützen und uns nicht davor scheuen.“ Der Kreml-nahe Experte betonte zugleich, Russland müsse nicht nur Trump, sondern auch weitere gleichgesinnte US-Politiker sowie andere „gesunde, konservative europäische Kräfte“ unterstützen, die sich für eine Normalisierung der russisch-westlichen Beziehungen einsetzen würden. Laut Korotchenko soll dies ein Schritt „gegen die verrückte Politik der aktuellen Eliten in der EU und in Washington“ sein. (bb)

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