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Donald Trump leistete sich im Wahlkampf bereits mehrere verbale Provokationen.

Nach verbaler Entgleisung

US-Kriegsveteranen kritisieren Trump

Washington - Nach seinen Entgleisungen rund um die Familie eines getöteten US-Soldaten bekommt der Republikaner Donald Trump nun auch heftigen Gegenwind von US-Kriegsveteranen.

Die Veterans of Foreign Wars (VFW) erklärten am Montag, die Organisation werde es auch in einem Wahljahr "nicht tolerieren", dass Angehörige getöteter Soldaten beschimpft würden, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung ausübten. Trump habe mit seinen Äußerungen zur Familie Khan eine Grenze überschritten.

Khizr Khan, der Vater des 2004 im Irak gefallenen US-Soldaten Humayun Khan, hatte am Donnerstag beim Parteitag der Demokraten eine bewegende Rede gehalten. Darin hielt er Trump vor, im Gegensatz zu ihm "nichts und niemanden geopfert" zu haben. Der republikanische Präsidentschaftskandidat verteidigte sich später in einem Fernsehinterview und äußerte sich zudem abfällig über Khans Frau.

Am Montag legte Trump im Internetdienst Twitter nach: Khan, der ihn persönlich gar nicht kenne, habe ihn von der Bühne des Demokraten-Parteitags aus "bösartig angegriffen", beklagte Trump. "Nun macht er überall im Fernsehen weiter - wie nett!"

Familien von getöteten US-Soldaten empört

Auch die Familien von 23 ebenfalls getöteten US-Soldaten kritisierten den Rechtspopulisten für dessen "abstoßende und persönlich beleidigende" Äußerungen. Sie forderten Trump auf, sich "bei den Khans, allen Gold-Star-Familien und allen Amerikanern zu entschuldigen". Als Gold-Star-Familien werden Angehörige bezeichnet, die ein Familienmitglied bei einem Militäreinsatz verloren haben. Humayun Khan war 2004 bei einem Selbstmordattentat im Irak getötet worden.

Auch der ehemalige republikanische Gouverneur des Bundesstaats Florida, Jeb Bush, bezeichnete Trumps erneute Entgleisungen als "unglaublich respektlos". Der republikanische Parteichef Reince Priebus sagte im Sender CNN, die Familie Khan müsse für Angriffe "tabu" sein. Zuvor hatte bereits der weithin respektierte republikanische Senator und Vietnamkriegsveteran John McCain den Präsidentschaftskandidaten zurechtgewiesen.

AFP

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