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Trump bei der Rede zur Wirtschaftspolitik.

50 Top-Republikaner warnen

Offener Brandbrief gegen Trump aus der eigenen Partei - der wütet

Washington - Mit ihrer beispiellosen öffentlichen Distanzierung haben 50 namhafte Vertreter der US-Republikaner den Zorn des Präsidentschaftskandidaten Donald Trump erregt. Der schlägt beleidigt zurück.

Bei den Unterzeichnern des Anti-Trump-Aufrufs handele es sich um "nichts anderes als eine gescheiterte Washingtoner Elite, die sich an ihre Macht klammert", hieß es am Montag (Ortszeit) in einer Erklärung Trumps.

Der Präsidentschaftskandidat machte die Unterzeichner des Aufrufs, die in früheren republikanischen Regierungen führende Funktionen vor allem im sicherheits- und außenpolitischen Bereich innehatten, für gravierende Fehlentscheidungen verantwortlich. Ihnen sei die "katastrophale Entscheidung zur Invasion Iraks" und der Aufstieg der Dschihadistenmiliz IS anzulasten. Sie hätten die Welt "weniger sicher gemacht", kritisierte Trump.

"Der gefährlichste Präsident der amerikanischen Geschichte"

Die 50 Republikaner hatten zuvor in einem gemeinsamen Schreiben, das von der "New York Times" veröffentlicht wurde, massiv vor einer Wahl Trumps zum Präsidenten gewarnt. Der Milliardär wäre "der gefährlichste Präsident der amerikanischen Geschichte", heißt es darin. Dem Kandidaten ihrer Partei mangele es an "Charakter, Werten und an Erfahrung, um Präsident zu sein".

Trump sei "nicht willens oder nicht fähig, richtig von falsch zu unterscheiden", schrieben sie. Der Kandidat falle durch "erratisches Verhalten" auf und durch "gefährliche Eigenschaften", die ihn für das Präsidentenamt ungeeignet machen. Zugleich wiesen die Unterzeichner darauf hin, dass sie auch "Zweifel" in Hinblick auf Trumps demokratische Gegenkandidatin Hillary Clinton hätten.

Gegenkandidat aus den eigenen Reihen

Zu den Unterzeichnern gehörten Ex-CIA-Chef Michael Hayden, der ehemalige Vize-Außenminister und Weltbank-Präsident Robert Zoellick, die früheren Heimatschutzminister Tom Ridge und Michael Chertoff und der frühere Geheimdienstdirektor John Negroponte. Sie hatten wichtige Posten in den Regierungen republikanischer Präsidenten von Richard Nixon bis hin zu George W. Bush inne. 

Nun tritt auch noch ein Rebell aus den Reihen gegen ihn an. Der Republikaner Evan McMullin, ein früherer Anti-Terror-Experte des Auslandsgeheimdienstes CIA, gab am Montag seine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im November bekannt. Er könnte Trump wichtige Stimmen bei der Wahl kosten.

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