+
Der Republikaner Donald Trump behauptet ohne jeden Beweis, die US-Wahl sei von verschiedener Seite manipuliert, um ihn von seinem Sieg abzuhalten. Foto: Cristobal Herrera

US-Wahlkampf

Trump setzt Kampagne unbeirrt fort

Washington (dpa) - Drei Wochen vor der Präsidentenwahl in den USA setzt Donald Trump ungebremst seine Kampagne fort. Bei der Abstimmung gehe es nicht mit rechten Dingen zu, sagte er.

Der Republikaner behauptet seit Tagen ohne jeden Beweis, die Wahl sei von verschiedener Seite manipuliert, um ihn von seinem Sieg abzuhalten.

Nun behauptete Trump, der derzeit in fast allen maßgeblichen Umfragen klar hinten liegt, es gebe nicht nur am Wahltermin (8. November), sondern auch schon zuvor Wahlbetrug in großem Stil. "Warum lassen die republikanischen Parteiführer das zu? So naiv!" twitterte Trump.

Es gibt für Wahlbetrug in den USA keinerlei Anzeichen. Überprüfungen vergangener Wahlen ergaben lediglich eine verschwindende Zahl von Unregelmäßigkeiten.

Dazu kommt, dass die Organisation der Wahlen den Bundesstaaten obliegt. In vielen der umkämpften Swing States wie in Ohio, Florida, North Carolina oder Arizona haben die Republikaner das Sagen - dass sie Wahlbetrug unterstützen würden, um der Demokratin Hillary zum Sieg zu verhelfen, scheint mindestens unwahrscheinlich.

Trumps Furor wird selbst in der eigenen Partei, zu der er mehr und mehr die Brücken abbricht, als brandgefährlich angesehen. Er bringe so die ganze Wahl in Misskredit, zerstöre das bereits angeknackste Vertrauen in die Demokratie und vertiefe die Spaltung des Landes.

Trump auf Twitter

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

US-Regierung öffnet Tür für massenhafte Abschiebungen
Washington - Vor ein paar Wochen nahmen Beamte in den USA hunderte illegale Einwanderer fest. Nun verschärft die Regierung die Regeln. Jetzt droht noch mehr Menschen die …
US-Regierung öffnet Tür für massenhafte Abschiebungen
Kommentar: Keine Abschiebungen mehr nach Afghanistan?
Fünf rot-(rot)-grün regierte Bundesländer wollen keine Afghanen mehr zur nächsten Sammelabschiebung nach München schicken. Für solche Entscheidungen ist aber immer noch …
Kommentar: Keine Abschiebungen mehr nach Afghanistan?
Fahrverbote für viele Dieselfahrzeuge in Stuttgart ab 2018
Die Luft in der Feinstaubmetropole Stuttgart soll sauberer werden. Deshalb soll es 2018 erstmals Fahrverbote für Dieselautos geben. Besser wäre eine blaue Plakette für …
Fahrverbote für viele Dieselfahrzeuge in Stuttgart ab 2018
Trump verurteilt antisemitische Vorfälle als „schrecklich“
Washington - Vorurteile, Intoleranz und Antisemitismus: Dagegen sprach sich Donald Trump beim Besuch eines afroamerikanischen Museums entschieden aus.
Trump verurteilt antisemitische Vorfälle als „schrecklich“

Kommentare