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US-Präsident Donald Trump will untersuchen lassen, ob das FBI seinen Präsidentschaftswahlkampf unterwandert hat. Foto: Evan Vucci, AP

Untersuchung gefordert

Trump sieht "FBI-Unterwanderung" seines Wahlkampfs

Trump gibt keine Ruhe: Im Wahlkampf 2016 habe ihn das FBI ausgeforscht, behauptet er, und das müsse nun endlich offiziell untersucht werden. Für die US-Politik ist das ein sehr ungewöhnlicher Vorgang. Die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten.

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump will untersuchen lassen, ob die Bundespolizei FBI seinen Präsidentschaftswahlkampf 2016 aus politischen Gründen unterwandert hat.

Er werde diese Untersuchung am Montag auch offiziell fordern, schrieb Trump am Sonntag auf Twitter. Außerdem solle untersucht werden, ob ein solcher Vorgang von Mitgliedern der Regierung seines Vorgängers Barack Obama angeordnet worden sei, schrieb Trump.

Berichten zufolge hatte das FBI eine vertrauliche Quelle, um mit Beratern Trumps über mögliche Verbindungen seines Teams zu Russland und einer etwaigen Beeinflussung der Wahl zu sprechen. Trump legt seit Tagen mit offensichtlich wachsendem Ärger nahe, dass diese FBI-Quelle in seinem Team platziert worden sei. Unter Berufung auf Ermittler und Regierungsquellen schrieben US-Medien, dass dies nicht der Fall gewesen sei.

Das Justizministerium reagierte noch am Sonntag (Ortszeit) prompt. Man werde die bereits laufenden Ermittlungen um den vom Präsidenten gewünschten Punkt erweitern, teilte eine Sprecherin mit.

Der stellvertretende US-Chefankläger Rod Rosenstein veröffentlichte noch am Sonntag ebenfalls ein Statement, das in feiner Ironie so formuliert ist: "Wenn irgendjemand Teilnehmer an einem Präsidentschaftswahlkampf aus unangebrachten Gründen infiltriert oder überwacht haben sollte, müssen wir das wissen und angemessene Schritte ergreifen."

Rosenstein spielt in den Russland-Ermittlungen eine wichtige Rolle. Hier geht es um eine Beeinflussung der US-Wahl durch Russland und die Frage, ob es geheime Absprachen mit Trumps Team gab. Mit seinem Statement lässt Rosenstein offen, auf wen es gemünzt ist.

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