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Donald Trump sieht sich durch Israels Atomwaffen-Vorwürfe gegen den Iran als bestätigt an.

Netanjahu hat angeblich Beweise

„Geheimes Atomarchiv“ im Iran? Trump sieht sich „zu 100 Prozent“ bestätigt

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat dem Iran vorgeworfen, weiter den Bau einer Atombombe anzustreben. Donald Trump sieht sich dadurch bestätigt. 

Tel Aviv - Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat dem Iran vorgeworfen, weiter den Bau einer Atombombe anzustreben. Er präsentierte am Montag vor Journalisten in Tel Aviv Dokumente und Bilder aus einem „geheimen Atomarchiv“ in Teheran, die Israels Geheimdienst aufgespürt habe und die dies beweisen sollen.

US-Präsident Donald Trump sieht sich durch die israelischen Vorwürfe gegen den Iran in seiner harten Haltung gegen Teheran bestätigt und hat das Atomabkommen erneut kritisiert. Die Präsentation des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zeige, dass er mit seiner Meinung über den Iran zu „hundert Prozent“ Recht gehabt habe, sagte Trump am Montag in Washington.

In einer im Fernsehen übertragenen Ansprache illustrierte Netanjahu seine Äußerungen mit Schaubildern, die Infografiken und Luftaufnahmen aus dem Iran zeigten. Seinem Auftritt war ein Telefonat mit US-Präsident Donald Trump und ein Gespräch mit US-Außenminister Mike Pompeo über die Iran-Politik vorangegangen.

Das 2015 geschlossene internationale Atomabkommen nannte Netanjahu einen „schrecklichen Deal“, der nie hätte unterzeichnet werden sollen. Das geheime Material, das der Iran nach der Unterzeichnung des Atomabkommens versteckt habe, könne zum Bau von „fünf Hiroshima-Bomben“ dienen, sagte der israelische Regierungschef weiter. „Der Iran hat auf der höchsten Ebene geplant, den Bau nuklearer Waffen fortzusetzen.“ Die Informationen seien von den Vereinigten Staaten verifiziert worden. „Der Iran hat gelogen, als er sagte, er habe nie ein Atomwaffenprogramm gehabt“, so Netanjahu. 

Trump: Entscheidung über Abkommen bis 12. Mai

Netanjahu ist seit jeher ein entschiedener Gegner des Abkommens, das derzeit von den USA auf den Prüfstand gestellt wird. Trump will bis zum 12. Mai entscheiden, ob die USA an dem Abkommen festhalten oder aussteigen. Er hat wiederholt damit gedroht, sich aus dem Abkommen zurückzuziehen. Netanjahu würde einen solchen Schritt begrüßen.

Iran weist Netanjahus Anschuldigung zu Atomwaffen zurück

Der Iran weist die von Israels Regierungschef erhobene Behauptung zurück. Bei der Präsentation Netanjahus handele es sich um aufgewärmte, alte Anschuldigungen, mit denen sich die Atomenergiebehörde IAEA bereits auseinandergesetzt habe, schrieb Außenminister Mohamed Dschawad Sarif am Montagabend auf Twitter. Er kritisierte auch US-Präsident Donald Trump dafür, dass er sich Netanjahus Anschuldigungen zu eigen mache. Die „ungestüme“ Reaktion Trumps belege eine koordinierte Zeitplanung für die angebliche Enthüllung.

Das 2015 in Wien geschlossene Abkommen sieht vor, dass die Weltmächte im Gegenzug für deutliche Einschnitte beim iranischen Atomprogramm ihre Sanktionen schrittweise aufheben. Die über die Jahre von EU, USA und UNO verhängten Strafmaßnahmen hatten im Iran unter anderem zum Einbruch des Ölexports und des Handels geführt.

Lesen Sie auch: Iran lehnt Neuverhandlung des Atomabkommens ab

dpa

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