Hersteller warnt: Nicht verzehren! Aldi Süd ruft Produkt wegen Keimen zurück 

Hersteller warnt: Nicht verzehren! Aldi Süd ruft Produkt wegen Keimen zurück 
+
US-Präsident Donald Trump wurde bei seiner Abschlussrede in Davos ausgebuht. 

Rede bei Weltwirtschaftsforum

Trump spricht in Davos über „Fake News“ und wird ausgebuht

Auf diesen Auftritt hatte die Wirtschafts- und Finanzelite die ganze Woche gewartet: Mit Donald Trump ist seit langer Zeit wieder ein US-Präsident auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos aufgetreten - und wie.

Davos - US-Präsident Donald Trump hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos die Unternehmen der Welt zum Investieren in den USA eingeladen. „Nie war die Zeit besser, um einzustellen, zu wachsen und zu investieren“, sagte Trump in seiner mit Spannung erwarteten Rede bei dem Forum in Davos. „Jetzt ist die perfekte Zeit, ihren Betrieb und ihre Investitionen in die Vereinigte Staaten zu bringen“, sagte er vor mehreren Hundert Vertretern der Wirtschafts- und Finanzelite im Publikum. „Amerika ist der Platz zum Geschäftemachen.“

Zuvor hatten zahlreiche Unternehmer, darunter Siemens-Chef Joe Kaeser, Trump für seine Steuerreform gelobt. Klaus Schwab, der Gründer des Weltwirtschaftsforums, schlug bei seiner Ansprache die gleichen Töne an: Die Steuerreform werde die Weltwirtschaft ankurbeln, sagte er an Trump gerichtet.

Lesen Sie auchTrump-Wagen rammt Polizisten in Davos - und rast einfach davon

Trump: „Unser Einwanderungssystem steckt in der Vergangenheit fest“

Trump hat bei seinem Auftritt eine Rückkehr seines Landes zum Transpazifischen Handelsabkommen TPP nicht ausgeschlossen. Die USA würden über Freihandelsabkommen mit vielen Ländern nachdenken, darunter auch den TPP-Ländern. „Vielleicht auch als Gruppe“, fügte Trump an. Kanada und Japan hatten angekündigt, dass das Abkommen zwischen elf pazifischen Ländern im März unterzeichnet werden soll.

Trump kündigte allerdings auch eine harte Linie bei der Überwachung der Regeln für den Freihandel an. „Wir werden nicht länger wegsehen“, sagte Trump. „Wir können keinen fairen und freien Handel haben, wenn einige Länder die Regeln brechen“, sagte Trump.

Zugleich warb er für ein neues System der Einwanderung in die Vereinigten Staaten. „Unser Einwanderungssystem steckt in der Vergangenheit fest“, sagte Trump. Er forderte eine Umstellung auf einen leistungsabhängigen Ansatz, wonach Menschen vor allem nach ihren Fähigkeiten ausgewählt würden. In den USA streiten regierende Republikaner und Demokraten, deren Mitwirkung an der Gesetzgebung nötig ist, derzeit heftig über neue Regeln zur Einwanderung.

Insgesamt diskutierten in Davos mehr als 3000 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eine Woche lang unter dem Motto „Für eine gemeinsame Zukunft in einer zerrütteten Welt“. Dabei hatten prominente Redner wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, Indiens Regierungschef Narendra Modi und der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau mit Nachdruck für Freihandel und Globalisierung geworben - und sich damit indirekt gegen Trumps viel kritisierte Abschottungspolitik gestellt.

Lesen Sie auch: Trump wollte Russland-Ermittler Mueller entlassen

Trump in Davos wegen "Fake News"-Äußerung ausgebuht

Als der US-Präsident sich zu Thema Medien und „Fake News“ äußerte, folgten laute Buhrufe. "Erst als ich Politiker wurde, ist mir klar geworden, wie fies, wie gemein, wie bösartig und wie falsch die Presse sein kann", sagte Trump am Freitag vor Vertretern der globalen Politik- und Wirtschaftselite in dem schweizerischen Skiort. Aus dem Publikum waren daraufhin Buhrufe zu hören. Trump äußerte die Medienschelte nach seiner Rede im Gespräch mit dem Gründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab.

Zwischendurch erntete der US-Präsident auch Lacher. Etwa als er bemerkte, unter einer demokratischen Führung wären die Aktienkurse sicherlich um knapp 50 Prozent gefallen. Unter ihm seien die Kurse aber um 50 Prozent gestiegen. Zum Schluss seiner 15 Minuten und 50 Sekunden langen Rede war der Applaus der Wirtschafts- und Finanzelite in Davos aber spärlich.

Lesen Sie auch: Trump zerstört Obamas Guantánamo-Plan - Eine Passage lässt aufhorchen

kus/dpa/AFP/Video: Glomex

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentar zum Börsenbeben: Trumps Salami-Crash
Die neueste Twitter-Tirade von US-Präsident Trump gegen die US-Notenbank sorgt für Aufruhr, doch sie ist ein Ablenkungsmanöver. Ein Kommentar von Georg Anastasiadis, …
Kommentar zum Börsenbeben: Trumps Salami-Crash
Regierung einigt sich bei Fachkräftezuwanderung
Kurz vor der wohl letzten Kabinettssitzung des Jahres gibt es doch noch einen Kompromiss: CDU, CSU und SPD einigen sich auf zwei Gesetzentwürfe, die qualifizierte …
Regierung einigt sich bei Fachkräftezuwanderung
Durchbruch für Syrien: Arbeit an Verfassung kann losgehen
Monatelang war der politische Prozess im Bürgerkriegsland Syrien blockiert, jetzt kommt ein erster Durchbruch. Anfang 2019 soll der Verfassungsausschuss erstmals tagen.
Durchbruch für Syrien: Arbeit an Verfassung kann losgehen
Merz gibt seine Bewerbung ab: Traue mir ein Ministeramt zu
Ganz knapp ist Friedrich Merz Annegret Kramp-Karrenbauer im Kampf um den CDU-Vorsitz unterlegen. Nun macht der 63-Jährige klar, dass er die politischen Ambitionen auf …
Merz gibt seine Bewerbung ab: Traue mir ein Ministeramt zu

Kommentare