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Donald Trump in Michigan.

Sieg der Autolobby

Trump will Umweltauflagen für Autobranche aufheben

Ypsilanti - Die Automobilbranche ist zufrieden: US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, Auflagen für Spritverbrauch und Emissionen neuer Fahrzeuge vorläufig außer Kraft setzen.

Die unter Vorgänger Barack Obama festgesetzten Standards sollten neu überprüft werden, sagte Trump am Mittwoch bei einem Besuch in Detroit, dem Zentrum der US-Automobilindustrie. Die Auflagen waren als Maßnahme im Kampf gegen den Klimawandel festgeschrieben worden.

Durch die Überprüfung der Vorgaben solle sichergestellt werden, dass alle Regularien die Jobs in der Branche "schützen und verteidigen", sagte Trump. Automobilhersteller hatten sich im Februar in Briefen an den neuen Chef der Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, massiv über die Auflagen beschwert und ins Feld geführt, diese würden zum Verlust von Arbeitsplätzen führen.

Nun begrüßte der Lobbyverband Auto Alliance die Entscheidung des Präsidenten. Dieses Thema betreffe schließlich mehr als sieben Millionen US-Bürger, deren Jobs von der Autoproduktion abhingen, sowie die Aufofahrer im Land, "die bezahlbaren Transport anstreben", erklärte der Verband, dem nicht nur US-Hersteller, sondern auch ausländische Unternehmen wie BMW und Volkswagen angehören.

Konkret geht es bei Trumps Plänen um die Standards für Spritverbrauch und Emissionen, welche die EPA nur wenige Tage vor Abtritt der Obama-Regierung für Modelle der Jahre 2022 bis 2025 festgelegt hatte.

Demnach soll der Durchschnittsverbrauch von Autos und leichten Lkw bis zum Jahr 2025 auf 54,5 Meilen pro Gallone sinkt. Das entspricht knapp 4,5 Liter pro 100 Kilometer. Der vorgeschriebene Verbrauch würde damit im Vergleich zum Jahr 2010 um etwa die Hälfte reduziert.

Diese Normen seien "vernünftig und umsetzbar", erklärte die Umweltschutzorganisation World Resources Institute. Da der Verkehrssektor in den USA inzwischen die Energiebranche als Hauptquelle der Treibhausgase abgelöst habe, sei die Reduzierung der Emissionen durch Autos "unverzichtbar".

Die Vorgaben entsprangen einer Vereinbarung zwischen der Obama-Regierung und der Automobilindustrie aus dem Jahr 2012. Die EPA hat den Auftrag zu prüfen, ob ihre Umsetzung realistisch ist. Sie gelangte im Januar zu dem Schluss, dass dies der Fall ist.

Trump hat jedoch seit seit seinem Amtsantritt regelmäßig bekräftigt, dass er Umweltauflagen lockern oder abschaffen will, da sie der Schaffung von Jobs im Wege stünden. EPA-Chef Pruitt war zuvor als Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Oklahoma einer der vehementesten Gegner der Umweltbehörde. Jüngst sorgte er für Aufsehen, als er anzweifelte, dass Industrie, Verkehr und andere menschliche Aktivitäten primär für die globale Klima-Erwärmung verantwortlich sind.

afp

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