Bei Besuch in Texas

„Schraube locker“: Trump attackiert Biden scharf - und liefert Erklärung unter der Gürtellinie

  • Felix Durach
    VonFelix Durach
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Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat seinen Nachfolger Joe Biden bei einem Besuch in Texas wegen dessen liberaler Migrationspolitik hart attackiert.

Washington D.C. - Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat bei einem Besuch im US-Bundesstaat Texas die Einwanderungs-Politik seines Nachfolgers Joe Biden scharf kritisiert. Der 75-Jährige warf der Biden-Regierung bei seinem Treffen mit dem texanischen Gouverneur Greg Abbot vor, „Mörder, Vergewaltiger und Dealer“ in die USA zu lassen und damit die Arbeit, die er selbt in seiner Amtszeit geleistet habe, zunichte zu machen.

Donald Trump: Ex-US-Präsident attackiert seinen Nachfolger - „Schraube locker“

Trump warb bereits im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl 2016 mit dem Versprechen eine Mauer an der Grenze zwischen den USA und Mexiko zu errichten, um der illegalen Einwanderung Herr zu werden. Während seiner Zeit als Präsident setzte Trump sein Versprechen zum Teil in die Tat um und lies mehrere hunderte Kilometer Grenzmauer errichten. „Wir haben einen tollen Job
gemacht“, so der ehemalige US-Präsident.

Joe Biden setzte als eine seine ersten Amtshandlungen die Finanzierung für Trumps Grenzmauer aus und verfolgt eine deutlich liberalere Migrationspolitik als sein Vorgänger. Ein Umstand, der für Trump Grund genug zum persönlichen Angriff auf den US-Präsidenten ist. Bidens Politik der offenen Grenzen sei „desaströs“ und könne nur auf zwei mögliche Erklärung zurückgeführt werden, so Trump: „Man ist entweder inkompetent oder man hat aus irgendeinem Grund eine Schraube locker und will offene Grenzen.“

Donald Trump wütet gegen Joe Bidens Migrationspolitik - 180.000 illegale Grenzübertritte im Mai

Trumps Parteikollege Abbot teilte ebenfalls gegen Präsident Biden aus. „Es ist eine wesentlich gefährlichere Lage als je zuvor“, erklärte der Gouverneur von Texas und sprach von „dramatischen Problemen“, die in seinem Bundesstaat durch die Politik der Biden-Administration entstanden sein sollen.

Im Mai griffen die US-Behörden an der Südgrenze so viele Migranten auf wie seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht. Es wurden 180.034 illegale Übertritte registriert, wie der Grenzschutz erklärte. Rund 60 Prozent der Menschen seien sofort wieder abgeschoben worden. (fd/dpa)

Rubriklistenbild: © Brandon Bell/AFP

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