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Charmant oder verbal übergriffig? Donald Trump hat sich wieder in Schwierigkeiten gebracht

Während offiziellem Telefonat

Donald Trump versucht „bizarren“ Flirt im Oval Office

Ist die Öffentlichkeit überempfindlich - oder hat Donald Trump wieder einen sexistischen Fehltritt begangen? Eine Journalistin fand die Begegnung mit ihm jedenfalls „bizarr“.

War's ein plumper Flirtversuch oder einfach nur nette Plauderei? US-Präsident Donald Trump hat mitten während eines Telefonats mit dem neuen irischen Regierungschef Leo Varadkar eine anwesende Reporterin zu sich gerufen und ihr "hübsches Lächeln" gerühmt. Die irische Journalistin Caitriona Perry bezeichnete ihre Begegnung mit dem Präsidenten im Oval Office später selber im Kurzbotschaftendienst Twitter als "bizarr".

Perry war nach eigener Schilderung am Dienstag überraschend zusammen mit anderen Reportern in das Büro des Präsidenten gerufen worden, um bei dessen Telefonat mit dem neuen irischen Regierungschef dabei zu sein. "Wir haben all diese schöne irische Presse hier", sagte Trump daraufhin seinem Gesprächspartner, wie auf Videoaufnahmen aus dem Oval Office zu hören ist.

„Trainingsvideo für sexuelle Belästigung“

Der Präsident rief dann Perry, die als Washingtoner Korrespondentin für den irischen Sender RTE arbeitet, zu sich an den Schreibtisch: "Kommen Sie her, kommen Sie her, wo sind Sie her?" Nachdem die Reporterin sich vorgestellt hatte, sagte Trump dann zu Varadkar: "Sie hat ein hübsches Lächeln im Gesicht, ich wette, sie behandelt Sie gut", woraufhin Perry lachte und an ihren Platz zurückkehrte.

Die Episode löste eine heftige Diskussion in den sozialen Netzwerken darüber aus, ob Trump Grenzen überschritten habe oder nicht. Zahlreiche Nutzer warfen dem Präsidenten sexistisches Verhalten vor. Ein Nutzer schrieb sarkastisch von einem "Trainingsvideo für sexuelle Belästigung". Andere nannten die Empörung unangebracht. Trump sei einfach nur ein "freundlicher Typ", schrieb eine Twitter-Nutzerin.

Trump leistete sich schon Verfehlungen

Tatsächlich scheint eine Einordnung des Vorfalls diesmal schwierig. Klar ist, dass Trump schon so einige Male in seiner Wortwahl gegenüber Frauen falsch lag. Für Empörung sorgte unter anderem eine als Ton-Mitschnitt aufgetauchte Unterhaltung, in der Trump seinen Gesprächspartner empfahl, Frauen „einfach zwischen die Beine zu fassen“. Auch über Wahl-Rivalin Hilary Clinton gab Trump sexuell konnotierte Sprüche zu Protokoll. „Wenn Hillary Clinton ihren Mann nicht befriedigen kann, wie will sie das mit Amerikas Bedürfnissen schaffen?“, twitterte er.

AFP/fn

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