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US-Präsident Donald Trump und sein Verteidigungsminister James Mattis.

Pentagon soll Strategie erarbeiten

Binnen 30 Tagen: Trump will Plan zur Zerstörung des IS vorlegen

Washington - US-Präsident Donald Trump hat Verteidigungsminister James Mattis und seine Generälen angewiesen, bis Ende Februar einen neuen Plan zum Kampf gegen den Islamischer Staat (IS) vorzulegen.

Dieser müsse eine umfassende Strategie für einen Sieg über den IS enthalten, hieß es in einem Dekret, das Trump am Samstagabend unterzeichnete. Ein erster Entwurf muss demnach binnen 30 Tagen vorliegen.

Laut dem Dekret sollen die US-Truppen größeren Handlungsspielraum für den Kampf gegen den IS erhalten. Demnach soll Mattis Änderungen der bisherigen "politischen Beschränkungen" vorschlagen, die "über die Vorschriften internationaler Gesetze bezüglich der Anwendung von Gewalt hinausgehen". Die Dschihadisten sollten an allen Fronten bekämpft werden, einschließlich im Internet. Zudem sollen Mattis und seine Experten nach Wegen suchen, die Finanzquellen des IS trockenzulegen.

Trump will gemeinsam mit Russland den IS „zerstören“

Das Dekret fordert den Verteidigungsminister auch auf, "neue Partner" für die US-geführte Koalition gegen den IS zu benennen. Nach russischen Angaben hatten sich Trump und der russische Präsident Wladimir Putin in einem Telefonat am Samstag bereits für eine "echte Koordination" der Maßnahmen zur Zerstörung des IS und anderer Terrorgruppen in Syrien ausgesprochen. Auch mit Angela Merkel hatte der neue US-Präsident ein längeres Telefonat geführt.

Das US-Militär steht gemeinsamen Militäreinsätzen mit Russland bislang kritisch gegenüber. Nach seiner Einschätzung hat Moskaus Intervention in Syrien vor allem das Ziel, Machthaber Baschar al-Assad zu stützen.

Trumps Vorgänger Barack Obama verfolgte eine langfristigere Strategie. Sein oberstes Ziel war es, US-Bodentruppen aus den Kämpfen gegen den IS herauszuhalten. Stattdessen unterstützten die USA an der Spitze einer internationalen Koalition ihre Verbündeten mit Luftangriffen gegen die Dschihadisten. Trumps Dekret könnte nun zu einer deutlichen Aufstockung der US-Truppen vor allem in Syrien führen.

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