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Der US-Republikaner Trump liegt derzeit in Umfragen hinter seiner demokratischen Gegnerin Hillary Clinton.

Vorwürfe wegen Belästigung

Diese Frauen will Donald Trump verklagen

Gettysburg/Los Angeles - Kaum mehr als zwei Wochen bleiben Donald Trump noch, die in Umfragen führende Hillary Clinton einzuholen. Er holt derweil zum Rundumschlag aus und will nun alle Frauen verklagen, die ihm Belästigung vorwerfen.

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump will nach der Wahl jene Frauen verklagen, die in den vergangenen Tagen mit Belästigungsvorwürfen gegen ihn an die Öffentlichkeit gegangen sind.

Sie alle hätten gelogen, um seinem Wahlkampf zu schaden, sagte der Republikaner am Samstag in Gettysburg (Pennsylvania).

Die Zahl seiner Anklägerinnen wächst unterdessen weiter an: Eine elfte Frau beschuldigte den Immobilienmogul eines sexuellen Übergriffes. Ihr Fall soll sich vor zehn Jahren am Rande eines Golfwettbewerbs in Lake Tahoe ereignet haben. Trump - nur mit einem Schlafanzug bekleidet - habe sie und zwei Begleiterinnen in seiner Suite "gepackt" und ohne Einwilligung geküsst, berichtete die Frau am Samstag in Los Angeles.

Viele tausend Kilometer entfernt stellte Trump in Gettysburg einen Plan für seine ersten 100 Tage im Weißen Haus vor - für den Fall, dass er am 8. November seine Rivalin Hillary Clinton schlagen sollte, die derzeit in fast allen Umfragen führt. So widmete Trump die ersten 15 Minuten seiner Rede auch neuen Angriffen gegen die Demokratin und die Medien, die beide "korrupt" seien und "erfundene Geschichten" über ihn verbreiteten, um ihn um den Wahlsieg zu bringen.

In seinem 100-Tage-Programm, das er als "Vertrag zwischen Donald J. Trump und dem amerikanischen Volk" bezeichnete, wiederholte der Milliardär weitgehend bereits bekannte Pläne. So wolle er neu über das nordamerikanische Handelsabkommen Nafta verhandeln, aus dem Transpazifischen Handelspakt TPP aussteigen und "Handelsmissbrauch" durch andere Staaten unterbinden.

Weiter versprach er, unverzüglich mit der Abschiebung "krimineller" Einwanderer zu beginnen, die illegal in die USA gelangt seien, und Immigration aus "terrorismusanfälligen Regionen" zu stoppen, in denen keine ausreichenden Überprüfungen möglich seien. Trump will nach eigenen Worten auch erreichen, dass illegal eingereiste Menschen, die nach ihrer Abschiebung erneut ohne Papiere ins Land kommen, für mindestens zwei Jahre hinter Gitter landen.

Am Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko hält Trump ebenfalls fest. Und er versicherte erneut, dass Mexiko dafür zahlen werde - wovon die mexikanische Regierung freilich nichts wissen will.

Den "Sumpf der Korruption in Washington" wolle er, Trump, unter anderem durch die Begrenzung der Amtszeiten von Kongressmitgliedern trockenlegen. Alle "verfassungswidrigen" Verordnungen von Präsident Barack Obama und dessen Gesundheitsreform sollten ebenso rückgängig gemacht werden wie eine Reihe von Regulierungen.

Die USA befänden sich an einem Scheideweg, sagte Trump. "Wiederholen wir die Fehler der Vergangenheit, oder glauben wir, dass vor uns und unserem großartigen Land noch eine große Zukunft liegt?", fragte er seine Zuhörer. Er rufe das amerikanische Volk dazu auf, "große Träume" zu haben. Clinton trete nicht gegen ihn an, sondern "gegen Wandel, alle amerikanischen Bürger und alle Wähler". Die Demokratin repräsentiere ein System, das manipuliert und kaputt sei - was sich schon darin zeige, dass sie trotz zahlreicher "Gesetzesbrüche" überhaupt kandidieren dürfe.

dpa

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