+
Donald Trump poltert weiter. Foto: Justin Lane

Trump will syrische Flüchtlinge ausweisen: "IS-Kämpfer"

Washington (dpa) - Der republikanische Präsidentschaftsanwärter Donald Trump will im Falle eine Wahlsieges alle syrischen Flüchtlinge aus den USA ausweisen.

"Wenn ich gewinnen sollte, dann gehen sie zurück", sagte der Milliardär am Mittwochabend (Ortszeit) bei einer Wahlkampfveranstaltung in Keene im US-Staat New Hampshire. Bei vielen der Flüchtlinge könne es sich um Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) handeln, die sich nur als Hilfsbedürftige ausgäben, zitierte die Zeitung "Washington Post" den 69-Jährigen.

"Das sind alles Männer, und sie sehen wie starke Kerle aus", betonte Trump. "Da frage ich mich: Warum kämpfen die nicht, um Syrien zu retten, sondern gehen alle nach Europa?"

Seit dem Beginn des blutigen Bürgerkrieges vor über vier Jahren haben die USA bisher nur rund 1500 Syrer aufgenommen. Wegen des Flüchtlingsstroms nach Europa war die Regierung in Washington aber zuletzt immer mehr unter Druck geraten. Anfang September hatte Präsident Barack Obama angekündigt, in den kommenden zwei Jahren bis zu 200 000 Syrer ins Land zu lassen. Trump bezeichnete diese Zahl als "undenkbar".

Bericht "Washington Post"

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Volksverhetzung? Ermittlungen gegen Dresdner AfD-Richter
Dresden - Wegen Äußerungen bei einer Veranstaltung der AfD-Jugend in der vergangenen Woche ermittelt die Staatsanwaltschaft Dresden gegen einen Richter am Landgericht. …
Volksverhetzung? Ermittlungen gegen Dresdner AfD-Richter
Kanzlerkandidat Schulz: Kampfansage gegen Populisten
Berlin - Alles neu bei der SPD: Der Europapolitiker Martin Schulz übernimmt von Parteichef Gabriel den Vorsitz und wird Kanzlerkandidat. Ob die Personalrochade die …
Kanzlerkandidat Schulz: Kampfansage gegen Populisten
Kommentar: Abgeschminkt
Bei all jenen, die bedauern, dass das Vereinigte Königreich die Europäische Union bald verlassen wird, weckt der Spruch der Obersten Richter in London eine gewisse …
Kommentar: Abgeschminkt
Kommentar: Schulz gegen Merkel
Sigmar Gabriel gibt auf. Seine Entscheidung,  den SPD-Vorsitz und die Kanzlerkandidatur seinem Parteifreund Martin Schulz zu überlassen, dürfte auch die Kanzlerin nervös …
Kommentar: Schulz gegen Merkel

Kommentare