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Donald Trump und Wladimir Putin.

Interview auf Sender Fox News

Trump zollt Putin Respekt - und zieht Vergleich

Washington - Dass Donald Trump offen Sympathien für Wladimir Putin hegt, ist nicht neu. Jetzt zollte der US-Präsident dem Kreml-Chef erneut Respekt - und zog einen Vergleich.

US-Präsident Donald Trump hat seinen russischen Kollegen Wladimir Putin als einen Mörder unter vielen bezeichnet und ihn mit den USA verglichen. In einem Interview mit dem Sender Fox News, das am Sonntag ausgestrahlt werden sollte, wurde Trump auf Vorwürfe gegen Putin angesprochen, dieser sei für die Ermordung von Journalisten und Dissidenten mitverantwortlich. "Es gibt viele Mörder", sagte Trump. "Wir haben auch viele Mörder. Denken Sie, unser Land ist so unschuldig?"

Laut den vorab veröffentlichten Interview-Auszügen bekundete Trump zudem erneut Respekt für Putin. "Ich respektiere ihn, so wie ich viele Leute respektiere", sagte er. "Aber das heißt nicht, dass ich mich mit ihnen verstehe."

Ex-US-Botschafter: „Ekelhaft“

Für seine Äußerungen erntete der US-Präsident umgehend Kritik aus der eigenen republikanischen Partei, die Putin mehrheitlich kritisch sieht. Der Senator Mitch McConnell sagte, er denke nicht, dass sich das Verhalten der Führung in Moskau und Washington vergleichen lasse. Putin sei "ein früherer KGB-Agent, ein Gangster", der nicht durch eine "glaubwürdige Wahl" an die Macht gekommen sei.

Auch der frühere US-Botschafter in Russland und Berater von Ex-Präsident Barack Obama, Michael McFaul, rügte Trump scharf: "Diese moralische Gleichwertigkeit von den USA und Russland, wie sie von Trump noch immer behauptet wird, ist ekelhaft (und ungenau)", schrieb er im Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Trump: „Es ist besser, sich mit Russland zu verstehen“

Trump hatte bereits im Wahlkampf seine Sympathie für Putin bekundet und damit viele Parteikollegen irritiert. Er kündigte an, sich für eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Washington und Moskau einzusetzen. Unter anderem will er im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) mit Russland zusammenarbeiten.

Seinen Standpunkt wiederholte der US-Präsident auch im Interview mit Fox News: Es sei "besser, sich mit Russland zu verstehen als das Gegenteil", sagte er. Es sei eine "gute Sache", wenn Russland die USA im Kampf gegen den IS unterstütze.

Obama und andere westliche Staaten hatten Russland stets dafür kritisiert, in Syrien nicht nur gegen IS-Kämpfer, sondern auch gegen gemäßigte Rebellen vorzugehen und durch Luftangriffe zudem viele zivile Opfer zu verantworten. Sie verdächtigen Moskau, vor allem am Machterhalt von Präsident Baschar al-Assad interessiert zu sein.

afp

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