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Vladimir Putin wird Donald Trump treffen.

Serie von Gipfeltreffen mit dem US-Präsidenten

Nato, Queen, Putin: Trumps gefürchtete Europa-Reise

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Donald Trump rückt bei Nato-Gipfel, Queen-Besuch und Putin-Treffen wieder ins Rampenlicht. In den USA kursiert die Sorge vor Provokationen und Geheimabsprachen.

Washington –Am Montag will US-Präsident Donald Trump seine Auswahl für den freien Posten am „Supreme Court“ bekannt geben. Ein Personalie, die heftige Proteste bei der Opposition auslösen wird, denn Trump dürfte mit dieser Entscheidung die konservative Mehrheit am obersten Gerichtshof der Nation für Jahrzehnte festschreiben. Doch nach diesem heimischen Politik-Schauspiel gehört dann für elf Tage Trump die Weltbühne.

Denn gleich drei Ereignisse stehen an, bei denen jedes Wort und jede Bewegung des als unberechenbar geltenden US-Präsidenten unter die Lupe genommen werden – mit möglichen Provokationen und Fallstricken für alle Beteiligte. Es geht los mit dem Nato-Gipfel am Mittwoch und Donnerstag in Brüssel: Gut in Erinnerung ist noch Trumps Affront beim G7-Gipfel in Kanada, als er kurz nach dem Abflug von der „Air Force One“ aus die gemeinsame Abschlusserklärung aufkündigte. Genug Sprengstoff gibt es auch beim Treffen der Militärallianz-Partner. Da ist zum einen die schwer fassbare Aussage Trumps, die Nato sei schlimmer als das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta. Was klar macht: Der Geschäftsmann Trump sieht in seiner Präsidentenrolle weiter vieles nur nach finanziellen Gesichtspunkten. Deshalb diktierte er kürzlich auch die Abmahnbriefe an einige Nato-Mitglieder, darunter Deutschland, und beklagte die mangelhaften Verteidigungsleistungen.

Kein Truppenabzug aus Westeuropa

Der von der „Washington Post“ kürzlich kolportierte massive Truppenabzug der USA aus Westeuropa stehe allerdings nicht zur Debatte, versuchte die US-Gesandte am Nato-Hauptquartier die Wogen zu glätten. Doch klar ist: Trump erwartet für den Fortbestand der vollen amerikanischen Sicherheitsgarantien und das Tragen der Nato-Hauptlast Gegenleistungen und nicht nur warme Worte.

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Es folgt der Besuch in London: Kaum ein Politiker ist in Großbritannien so verhasst wie Trump. Am 13. Juli reist er nun zu seinem ersten Besuch an. Um die Gemüter zu beruhigen, wurde die Reise zum „Arbeitsbesuch“ heruntergestuft. Schwer im Magen liegen dürfte den Briten dabei, dass es ein Treffen mit der Queen auf Windsor Castle geben soll. Ebenso wird der US-Präsident mit Premierministerin Theresa May reden, mit der ihn ein ähnliches zerrüttetes Verhältnis verbindet wie mit Angela Merkel.

May hatte als erste ausländische Führungsperson Trump nach der Amtseinführung in Washington besucht – von der Hoffnung getragen, es werde ein besonderes Vertrauensverhältnis der beiden traditionellen Alliierten geben. Doch seitdem haben Spannungen das Miteinander bestimmt, auch hervorgerufen durch Trumps Kritik am Bürgermeister von London und seinen Sympathien für die rechtskonservative Gruppierung „Britain First“, die sich für eine Begrenzung der Zuwanderung stark macht.

Trump trifft Putin

Am Ende steht das Treffen mit Wladimir Putin: Der Zweiergipfel am 16. Juli in Helsinki kommt zu einem Zeitpunkt, wo die Untersuchung in den USA über eine mögliche Kooperation des Trump-Teams mit Moskau bei den letzten Präsidentschaftswahlen weiter die Schlagzeilen bestimmt – und auch den Ausgang der Kongresswahlen beeinflussen könnte.

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Medien in den USA wie die „New York Times“ beklagen, dass Trump so gut wie nie Putin kritisiere. Unklar ist deshalb, ob er die von den heimischen Geheimdiensten als erwiesen gesehenen Einmischungsversuche in die Wahlen überhaupt zur Sprache bringen wird. Denn Trump hat geplant, Putin zunächst unter vier Augen nur mit Übersetzern zu treffen, ohne Berater und Stenografen. So wird am Ende niemand genau wissen, was die beiden, die sich zuletzt vor einem Jahr in Hamburg beim G 20-Gipfel sahen, tatsächlich bereden – Geheimabsprachen etwa?

Unklar scheint auch, was der US-Präsident von dem Termin konkret erwartet. Trump mag keine große Vorbereitung auf diese Gipfel, weil er ungern Memoranden liest. Putin hingegen pflegt die Vorbereitung bis ins kleinste Detail. Was einst auch Merkel spürte, die keine Hunde mag, aber dann mit Putins Labrador-Retriever in dessen Amtszimmer bewusst konfrontiert wurde. Trump werde über die Ukraine und Syrien reden, heißt es im Weißen Haus. Doch was sind die Verhandlungsziele? Auch darüber gibt es im Trump-Lager bisher keine Hinweise. Was die „Washington Post“ gestern resignierend kommentieren ließ: „Wir haben Putin bereits Syrien überlassen, was gibt es also noch für Trump zu sagen?“

Friedemann Diederichs

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