+
Die USA sind seit 2014 an der Spitze eines Bündnisses in Syrien und im Irak im Einsatz, um den IS zu bekämpfen. Foto: Hussein Malla/AP

2000 Soldaten im Einsatz

US-General: Trump nannte kein Datum für Rückzug aus Syrien

Donald Trump würde die US-Soldaten gerne aus Syrien abziehen. Aber aus seiner überraschenden Ankündigung zu einem Truppenrückzug wird erst einmal nichts, seine Regierung hält erst mal an dem Einsatz fest.

Washington (dpa) - Für einen Rückzug des US-Militärs aus Syrien gibt es nach Darstellung eines ranghohen Generals kein Datum. Präsident Donald Trump habe dem Pentagon keinen spezifischen Zeitrahmen vorgegeben, sagte der Direktor des Generalstabs, Kenneth F. McKenzie.

Er verwies auf den Einsatz in Afghanistan. Dort habe es einen konkreten Zeitplan für einen Truppenabzug gegeben, was problematisch gewesen sei, weil auch die Taliban davon gewusst hätten.

Trump hatte in der vergangenen Woche bei einer Rede im US-Bundesstaat Ohio überraschend einen baldigen und kompletten Rückzug der US-Soldaten aus Syrien angekündigt. Am Mittwoch erklärte das Weiße Haus jedoch, dass die Regierung vorerst an dem Einsatz festhalte. Ein Datum für einen Truppenabzug wurde nicht genannt.

Der Sender CNN berichtete nun, Trump habe bei einem Treffen mit Beratern am Dienstag gesagt, die US-Soldaten müssten ihre Mission innerhalb von sechs Monaten beenden. Verteidigungsminister James Mattis und andere Militärs hätten jedoch erklärt, dass dies nicht genügend Zeit sei, hieß es in dem Bericht weiter. Trump habe daraufhin gesagt, dass sie den Einsatz einfach erledigen sollten. Der Präsident habe aber trotz seines Ärgers eingewilligt, von einem sofortigen Truppenabzug abzusehen.

McKenzie sagte, an der Mission der USA in Syrien habe sich nichts geändert.

Das amerikanische Militär ist seit 2014 an der Spitze eines Bündnisses in Syrien und im Irak im Einsatz, um die Terrormiliz IS zu bekämpfen. Jets fliegen Luftangriffe gegen die Extremisten. Soldaten am Boden unterstützen zudem die Kurdenmiliz YPG, die große Gebiete im Norden und Osten Syriens vom IS erobert hat. Laut Pentagon sind etwa 2000 US-Soldaten in dem Bürgerkriegsland im Einsatz.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dutzende Tote bei Anschlag im Iran
Während einer Militärparade im Iran fallen plötzlich Schüsse. Panisch werfen sich Menschen zu Boden, suchen Deckung hinter Bäumen. Nun bekennt sich die Terrormiliz …
Dutzende Tote bei Anschlag im Iran
Eklat nach Kirschkuchen-Witz: Donald Tusk erzürnt Briten
Der britische Außenminister Jeremy Hunt beschuldigte am Samstag EU-Ratspräsident Donald Tusk, mit einem Foto vom EU-Gipfel "das britische Volk beleidigt" zu haben.
Eklat nach Kirschkuchen-Witz: Donald Tusk erzürnt Briten
Demonstrationen in neun Städten gegen Erdogan
Nächste Woche kommt der türkische Präsident Erdogan nach Berlin. Gegner gehen jetzt schon auf die Straße.
Demonstrationen in neun Städten gegen Erdogan
Angriff auf Militärparade im Iran: Zahl der Todesopfer steigt weiter - IS bekennt sich
Iranische Revolutionsgarden halten eine Militärparade ab. Dann fallen Schüsse aus einem benachbarten Park, mehrere Menschen sterben. Der IS bekennt sich zu dem Anschlag.
Angriff auf Militärparade im Iran: Zahl der Todesopfer steigt weiter - IS bekennt sich

Kommentare