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Neue Töne im Weißen Haus: Der neue Stabschef John Kelly spricht mit Trumps Schwiegersohn Jared Kushner.

John Kelly zieht Zügel an

Vier strikte Regeln: Trumps Stabschef räumt im Weißen Haus auf

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Zucht und Ordnung im Weißen Haus: Der neue Stabschef von US-Präsident Trump, John Kelly, zieht in der Schaltzentrale der Macht die Zügel an. Dazu soll er vier neue Regeln implementiert haben.

Washington - John Kelly, Trumps neuer Stabschef, gilt als der große „Aufräumator“ im Weißen Haus und auch Trump setzt große Hoffnungen in ihn. Offenbar nicht umsonst: Denn seit der Ernennung von Ex-General John Kelly zum Stabschef weht in Washington ein anderer Wind. Seit zehn Tagen ist er nun im Amt und hat bereits vier neue Regeln durchgesetzt, mit Hilfe derer der Alltag im Weißen Haus straffer organisiert werden soll. Das berichtet dieBild

Dort tobten bis zuletzt heftige Machtkämpfe, immer wieder werden wichtige oder geheime Gespräche des Präsidenten von Mitarbeitern geleakt. Damit will Kelly nun Schluss machen. 

Regel Nummer eins: Keine Plaudereien mit dem Präsidenten

Anfang der Woche sollen im Oval Office mehrere Mitarbeiter zu einem Gespräch mit dem Präsidenten zugegen gewesen sein, berichtet das Wall Street Journal. Eigentlich ging es um Urheberrechtsverletzungen von Seiten Chinas. Zwei Mitarbeiter gerieten darüber in eine Diskussion, die nur noch entfernt mit dem Thema zu tun hatte. Stabschef Kelly schaute dem nicht lange zu und warf die beiden Streithähne kurzerhand aus dem Büro. Sie sollten wiederkommen, wenn sie ihre Differenzen geklärt hätten, soll Kelly den beiden laut Wall Street Journal gesagt haben. Damit will Kelly offenbar Gespräche, die nicht zielgerichtet sind und Präsident Trump nur Zeit und Nerven kosten, gezielt von ihm fernhalten.

Regel Nummer zwei: Kein Herumlungern auf den Gängen

Der Bereich vor dem Oval Office gilt gemeinhin als guter Ort, um Donald Trump abzupassen, wenn er auf dem Weg von einem Termin zum nächsten ist. In der Vergangenheit haben anscheinend zu viele Menschen dort auf den US-Präsidenten gewartet um ihm zwischen Tür und Angel ihre Ideen vorzustellen. Das ist nun verboten. Dieser Bereich ist nun geschlossen - Lobbyisten und Küngelschmiede müssen nun woanders warten. 

Regel Nummer drei: Ab in die Lobby

Nachdem die Zonen vor dem Büro des Chefs des Weißen Hauses nun tabu sind für Mitarbeiter, müssen sie sich wie alle anderen Besucher auch in der Lobby gedulden um mit Trump oder dem Stabschef zu sprechen. Ob das harte Durchgreifen von Kelly dem politischen Austausch förderlich ist, ist fraglich. 

Regel Nummer vier: Alle Berichte gehen an den Stabschef

Informationen sind das höchste Gut im berüchtigten Washingtoner Polit-Zirkus. Wie Bild berichtet, müssen daher seit Neuestem alle Mitarbeiter ihre Berichte nicht nur an den Präsidenten, sondern auch an den Stabschef selbst liefern. Sogar Trumps Tochter Ivanka und Jared Kushner sind von dieser Regelung nicht ausgenommen. Sie durften zuvor direkt an Donald Trump berichten. 

Diese Maßnahmen sollen dem US-Präsidenten mehr Zeit verschaffen sich um die wirklich wichtigen Dinge zu kümmern. Bisher hat er noch keines seiner im Wahlkampf versprochenen Reformvorhaben auch durchsetzen können. Vertraute von Trump berichten, er selbst sei sehr erfreut über die zunehmende Disziplin seit Kellys Amtsübernahme. 

Hintergrund: So kam John Kelly zu seinem Posten

Kelly steht bei Trump seit längerem sehr hoch im Kurs. Trump hat ein exzellentes Verhältnis zu einer Reihe von Ex-Militärs und hat aus seiner Bewunderung für die Generäle nie einen Hehl gemacht. Kelly sitzt damit an einer der wichtigsten Schaltstellen der Macht im politischen Gefüge der USA. 

Der neue Stabschef gilt als knallharter Konservativer. Er war der erste Nicht-Zivilist im Amt des US-Heimatschutzministers und wurde oft als „Falke der Grenzsicherung“ beschrieben. Bisher kümmerte sich der Ey-Marine (67) in der Trump-Regierung um Grenzsicherung und Terrorabwehr. Ende Juli übernahm er von seinem Vorgänger Reince Priebus den Posten als Stabschef. 

Priebus war, nachdem er von Trumps Kommunikationschef Anthony Scaramucci öffentlich mit den Worten "fucking paranoider Schizophrener, ein Paranoiac“ beschimpft worden war, von sich aus zurückgetreten. 

vf mit Material von dpa

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