Tote und Verletzte in den USA: Zug stürzt auf Autobahn

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45 Minuten nahm sich der US-Präsident Zeit, um mit Angela Merkel zu telefonieren.

Gespräch dauerte 45 Minuten

Trumps Telefonat mit Merkel: Vor allem ein Thema stand im Vordergrund

Berlin - Das Telefonat zwischen Donald Trump und Angela Merkel war mit Spannung erwartet worden. Vor allem ein Thema stand letztlich im Vordergrund.

Update vom 30. Januar 2017: Das Einreiseverbot des amerikanischen Präsidenten Donald Trump hat Auswirkungen auf zehntausende deutsche Staatsbürger.

US-Präsident Donald Trump und Kanzlerin Angela Merkel haben in ihrem ersten Telefonat die „fundamentale Bedeutung“ der Nato für die transatlantischen Beziehungen und die Bewahrung von Frieden und Stabilität betont. Sie bekräftigten zudem die Absicht, „die ohnehin schon ausgezeichneten bilateralen Beziehungen in den nächsten Jahren noch zu vertiefen“, wie es in einer gemeinsamen Presseerklärung vom Samstagabend heißt.

Wie Regierungssprecher Steffen Seibert weiter mitteilte, nahm Trump die Einladung Merkels zum G20-Gipfel in Hamburg im Juli an und lud die Kanzlerin seinerseits in die USA ein. Der US-Präsident habe in dem ausführlichen Telefongespräch mit Merkel „seine Freude ausgedrückt, sie bald in Washington zu begrüßen“.

Trump und Merkel einig über Rolle der Nato

Neben der Nato seien die Lage im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordafrika, die Beziehungen zu Russland und der Konflikt in der Ostukraine besprochen worden, hieß es. Trump und Merkel hätten bekräftigt, „wie wichtig eine enge deutsch-amerikanische Zusammenarbeit für Sicherheit und Wohlstand ihrer Länder“ sei.

Beide Politiker seien überzeugt, dass die Nato „sich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen muss und dass eine gemeinsame Verteidigung angemessene Investitionen in die militärischen Fähigkeiten und einen fairen Beitrag aller Verbündeten zur kollektiven Sicherheit erfordert“, teilte Seibert mit. Trump hatte wiederholt kritisiert, dass viele Nato-Partner keinen ausreichenden Beitrag zu den gemeinsamen Verteidigungskosten leisteten.

Offenbar fielen bei dem Telefonat auch lockere Worte.

Einigkeit im Kampf gegen den Terror

Merkel und Trump verständigten sich den Angaben zufolge zudem darauf, ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus und gewalttätigen Extremismus sowie bei der Stabilisierung des Nahen und Mittleren Ostens und Nordafrikas zu intensivieren.

Der Meinungsaustausch dauerte 45 Minuten, wie Trumps Pressesprecher Sean Spicer mitteilte.

Das Gespräch mit Merkel wurde mit besonderer Spannung erwartet, weil Trump in einem Interview Merkels Entscheidung, Hunderttausende Flüchtlinge aufzunehmen, als „katastrophalen Fehler“ bezeichnet hatte - auch mit Blick auf das Terrorisiko.

Trump plant weitere Telefonate

Nach seinen Telefonaten mit der Bundeskanzlerin und Russlands Staatschef Wladimir Putin wird US-Präsident Donald Trump am Sonntag mit Vertretern von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Südkorea telefonieren. Wie das Weiße Haus mitteilte, ist am Nachmittag ein Telefongespräch mit dem saudiarabischen König Salman geplant. Anschließend will Trump mit dem Kronprinzen von Abu Dhabi, Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan, telefonieren.

Trump hatte am Freitag per Dekret angeordnet, dass Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern für 90 Tage keine Visa für die USA mehr erhalten dürfen. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate gehören allerdings nicht dazu.

Nach Angaben des Weißen Hauses wird Trump zudem mit dem südkoreanischen Interimspräsidenten Hwang Kyo Ahn telefonieren. Präsidentin Park Geun Hye ist wegen einer Korruptionsaffäre derzeit von ihrem Amt suspendiert. In dem Gespräch dürfte es um das nordkoreanische Atomprogramm gehen.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hatte erst kürzlich in seiner Neujahrsansprache verkündet, sein Land stehe kurz vor dem Test einer Interkontinentalrakete, die auch Teile der USA erreichen könnte. Trump erklärte jedoch, nordkoreanische Raketen würden niemals die USA erreichen.

dpa/afp

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