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Der tschechische Präsident Milos Zeman.

Streit um zwei Jungen

Tschechiens Präsident brüskiert mit Nazi-Vergleich

Prag - Die Behörden in Norwegen haben Eltern tschechischer Herkunft nach Missbrauchsvorwürfen ihre Söhne weggenommen. Der tschechische Präsident brüskiert das Land nun mit einem Nazi-Vergleich.

Der tschechische Präsident Milos Zeman hat das norwegische Jugendamt Barnevernet mit der Nazi-Organisation „Lebensborn“ verglichen. Hintergrund ist ein Streit um zwei Jungen, die ihren Eltern tschechischer Herkunft nach Missbrauchsvorwürfen von den Behörden in Norwegen entzogen worden waren.

„Diese beiden Jungen sind in einer ähnlichen Pflegeeinrichtung wie dem Lebensborn“, sagte Zeman am Sonntag der Onlineausgabe der Zeitung „Blesk“. Sie würden in norwegischen Pflegefamilien „ihrer Nationalität beraubt“. Das sei als Provokation und Übertreibung zu verstehen, fügte der 70-jährige Linkspolitiker hinzu.

Die SS-Organisation „Lebensborn“ wird unter anderem für die Verschleppung und „Eindeutschung“ mittel- und osteuropäischer Kinder im Zweiten Weltkrieg verantwortlich gemacht.

dpa

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