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Der tschechische Ministerpräsident Sobotka hat seinen Besuch in Bayern verschoben.

Wegen Griechenland-Krise

Tschechischer Ministerpräsident verschiebt Bayern-Besuch

München - Tschechiens Ministerpräsident Bohuslav Sobotka hat seinen für Montag geplanten Besuch in Bayern kurzfristig abgesagt.

Der Bayernbesuch von Tschechiens Ministerpräsidenten Bohuslav Sobotka ist kurzfristig abgesagt worden. Grund ist nach Angaben der tschechischen Regierung vom Sonntag die Griechenland-Beratung der Bundesregierung. Eine Sprecherin der Staatsregierung betonte, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CSU) die Partei- und Fraktionsvorsitzenden zu einem dringendem Gespräch am Montag nach Berlin geladen habe. Ein neuer Termin soll noch in diesem Jahr gefunden werden.

Sobotka wollte am Montag im ehemaligen „Führerbau“ in München den Raum besichtigen, in dem 1938 das Münchner Abkommen unterzeichnet worden war. In dem Abkommen hatten Frankreich und Großbritanniens nach Kriegsdrohungen Adolf Hitlers der Aufteilung der Tschechoslowakei und dem Anschluss des Sudetenlands an das „Dritte Reich“ zugestimmt. Die erste Station der zweitägigen Visite des tschechischen Regierungschefs sollte zunächst ein Treffen mit Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in der Staatskanzlei sein.

Das bayerisch-tschechische Verhältnis war wegen des Streits um die Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg über Jahrzehnte gespannt. Seehofer hatte das Eis 2010 mit seiner ersten Reise nach Prag gebrochen. Inzwischen ist Normalität eingekehrt.

dpa

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