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Heiko Maas mit seinem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu

Kommentar

Türkei-Besuch von Heiko Maas: Ein Tiefpunkt deutscher Außenpolitik

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Außenminister Heiko Maas nutzt ausgerechnet einen Staatsbesuch in der Türkei, um sich von Annegret Kramp-Karrenbauer zu distanzieren. Das ist der falsche Ort und der falsche Zeitpunkt, kommentiert Mike Schier.

Seit seinem Amtsantritt im März 2018 haben sich politische Beobachter gefragt, ob wohl etwas vom blassen Außenminister Heiko Maas in den Geschichtsbüchern hängen bleiben würde. Seit diesem Wochenende herrscht Klarheit: Die seltsame Verbrüderung des SPD-Politikers mit seinem türkischen Amtskollegen gegen die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer dürfte einen absoluten Tiefpunkt deutscher Diplomatie in den vergangenen Jahrzehnten darstellen.

Türkei-Besuch von Heiko Maas: Ein Tiefpunkt deutscher Außenpolitik

Schon klar: AKK hatte ihren Vorstoß für eine Sicherheitszone im Norden Syriens nicht mit dem Koalitionspartner abgesprochen. Das war kein feiner Zug. Und Maas muss auch nicht auf ihre Position einschwenken. Den innenpolitischen GroKo-Zwist aber auf internationaler Bühne auszutragen, noch dazu im Schulterschluss mit der hoch umstrittenen türkischen Regierung, der ein völkerrechtswidriges Vorgehen in Syrien angelastet wird, schadet dem Ansehen Deutschlands in der Welt. 

Ein solches Verhalten passt auch nicht ins moralische Selbstverständnis, dass sowohl Maas persönlich und die SPD als Partei so gerne vor sich hertragen.

So bleibt vom kurzfristig und überraschend anberaumten Besuch des Saarländers in der Türkei nur ein Bild in den Armen von Mevlüt Cavusoglu. Die Propaganda-Maschinerie in Ankara dürfte es freuen. Zur Lösung der dramatischen Probleme in Nordsyrien hatte der Außenminister natürlich wieder nichts beizutragen. Vielleicht ist das Amt einfach zu groß für ihn.

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