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Kölner Sozialarbeiter Demirci zurück in Deutschland.

Er plant Pressekonferenz

Terrorvorwürfe in der Türkei: Adil Demirci kehrt nach Deutschland zurück

Dem Kölner Adil Demirci wurde wegen Torrervorwürfen in der Türkei festgehalten. Nun darf er das Land verlassen.

Köln - Der wegen Terrorvorwürfen in der Türkei angeklagte Kölner Sozialarbeiter Adil Demirci plant nach seiner Rückkehr nach Deutschland am Freitag eine Pressekonferenz. Das teilte am Mittwoch der Solidaritätskreis „Freiheit für Adil Demirci“ mit. Demirci hatte am Montag nach rund 14 Monaten Untersuchungshaft und Ausreisesperre die Türkei verlassen und war am Abend am Kölner Flughafen angekommen.

Demirci nahm an Beerdigung seiner Mutter in Deutschland teil

Demirci und sein Anwalt Keles Öztürk hatten in der vergangenen Woche erneut eine Aufhebung der Ausreisesperre beantragt, nachdem in Deutschland Demircis Mutter an Krebs gestorben war. Am Mittwoch nahm Demirci am Vormittag laut Angaben eines Sprechers des Solidaritätskreises an der Beerdigung seiner Mutter teil.

Dem Deutsch-Türken wird Verbindung zu linksextremer Partei vorgeworfen

Der Kölner war vor seiner Ausreise seit Mitte Februar in der Türkei auf freiem Fuß. Sein Prozess ging aber weiter und er durfte Istanbul nicht verlassen. Demircis Fall ist einer der prominentesten verbliebenen Fälle gegen einen Deutschen in der Türkei. Demirci, der die deutsche und die türkische Staatsangehörigkeit hat, war im April 2018 während eines Urlaubs in Istanbul festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mitgliedschaft in der linksextremen Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei vor. Die MLKP gilt in der Türkei als Terrororganisation. Demirci weist die Vorwürfe zurück.

Der Streit um den türkischen Raketen-Deal mit Russland scheint zu eskalieren. Die Entwicklung könnte wieder die Lira beeinträchtigen - und Probleme für Deutschland bedeuten.

dpa

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