Die Drohung der SPD dürfte ihn kalt lassen: Türkei-Prsäsident Erdogan.
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Die Drohung der SPD dürfte ihn kalt lassen: Türkei-Prsäsident Erdogan.

Kommentar zur Drohung der SPD

Erdogans Türkei ist ein schrecklicher Verbündeter

  • Georg Anastasiadis
    VonGeorg Anastasiadis
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Den Ausschluss der Türkei aus der Nato bringt SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich ins Spiel. Erdogans höhnisches Gelächter hört man bis ins ferne Berlin. Ein Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.

Respekt vor dieser steilen Kurve: Ausgerechnet die SPD, die zusammen mit den Grünen 20 Jahre lang nicht müde wurde, die Aufnahme der Türkei in die EU zu fordern, verlangt jetzt ihren Rauswurf aus der Nato. Und die Genossen haben ja Recht. Einerseits. Erdogans Türkei ist ein schrecklicher Verbündeter. Sie droht den Europäern mit einer Invasion von 3,5 Millionen Migranten, sie okkupiert Teile Zyperns, schickt ihre Kampfflieger tagtäglich in den griechischen Luftraum und überfällt die Kurden, die für uns in Syrien die Steinzeit-Terroristen des Islamischen Staates niedergerungen haben. 

Der Groß-Osmane Erdogan tritt alles mit Füßen, was den Europäern wichtig ist.

Erdogans Türkei ist ein schrecklicher Verbündeter

Doch was wäre andererseits gewonnen, wenn man die Türkei für alle Zeiten in Putins Arme triebe? Europa wäre als erstes gezwungen, Flüchtlinge in der Ägäis mit Waffengewalt abzuwehren. Was dann gerade in der SPD los wäre, will sich auch ihr forscher Fraktionschef Rolf Mützenich vermutlich lieber nicht ausmalen. Und was, wenn Erdogan die in Deutschland lebenden Türken weiter gegen Berlin aufhetzte?

Nein: In Ankara hat wegen der SPD niemand schlaflose Nächte. Die Drohung mit dem Nato-Rauswurf ist so hilflos wie das ständige Mahnen, Bedauern und Die-Stirn-in-Falten-Legen des von der SPD gestellten Bundesaußenministers Heiko Maas

Erdogans Türkei: Der springende Punkt ist ein ganz anderer

Der springende Punkt ist ein ganz anderer. Die Genossen haben erkannt, dass sie, während die CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer mit ihrem Blauhelmplan für das syrische Kurdengebiet wenigstens den Anschein von Aktion in einer für Deutschland zentralen außenpolitischen Frage erweckt, mit leeren Händen dastehen. 

Auch in der SPD hat sich herumgesprochen, dass der nordsyrische Konflikt das Zeug hat, neue Flüchtlingsströme auszulösen. Doch wer Drohungen ausspricht, muss in der Lage sein, sie am Ende auch wahr werden zu lassen. Wer das nicht kann, macht sich nur lächerlich.

Es kam in Baden-Württemberg zu Anschlägen auf einen Linken-Politiker. Dabei sind Schüsse gefallen. Möglicherweise sind radikale Erdogan-Anhänger verantwortlich.

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